Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 141

Cremona. Eine Charakteristik der italienischen Geigenbauer und ihrer Instrumente, 1919

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1Modell. Der Ton ist edel und rein, seine Violoncelli klingen besonders kräftig. 1660 verliess er Cremona und übersiedelte nach Brescia, wo er bis 1730 arbeitete. Seine Zettel sind rot und schwarz gedruckt. Eine Violine: Io. Bapt. Rogerius, Bon. Nicolai Amati de Cremona alumnus Brixiae fecit Anno Dom.: 1670 gehört dem Herzog von Koburg-Gotha. Eine andere von 1700 befand sich 1881 in der Mailänder Ausstellung und gehört Teresa Carli in Mailand. Eine Violine von 1700 wurde 1898 für 800 Dollars von Lyon & Healy in Chicago feilgeboten. Ein Violoncello, das viele Jahre Piatti gespielt hatte, besitzt jetzt Fräulein Muriel Handley, London. Ein anderes Violoncello spielt Virtuos Friedrich Buxbaum in Wien. Eine Violine: Io. Bapt. Rogerius Bon: Nicolai Amati de Cremona alumnus fecit Anno Domini 1675 spielt Violinvirtuos Prof. Stefan Wahl in Wien.
3Io: Bap. Rogerius Bon: Nicolai Amati de Cremona alumnus Brixiae fecit. Anno Domini 1671
5Die Familie der Rogeri wird oft mit der der Rugieri verwechselt. Durch Piccolellis Forschungen ist aber nun endgültig festgestellt worden, dass wir zwei, von einander ganz verschiedene Familien zu unterscheiden haben, die Rugieri, in der Cremoneser Mundart Rugièr oder Ruger genannt, und die Rogeri; dass ferner ihr Zusammenwerfen ebensowenig gerechtfertigt ist wie die Schreibungen Ruggeri, Ruggieri, Ruggir, Roggier, oder gar Rudger. Zur Familie der Rogeri gehören obiger Giambattista und Pietro Giacomo, zu derjenigen der Rugieri: Francesco und dessen Söhne Giacinto und Vincenzo. Da zeitweilig Mitglieder beider Familien in Cremona lebten, war es ganz naheliegend, dass sie den Irrtümern in der Namensunterscheidung nach Möglichkeit vorzubeugen suchten. Giambattista Rogeri nannte sich, da er aus Bologna gebürtig war, Jo. Bap. Rogerius bon. (bononiensis,) während Pietro Giacomo Rogeri seine Instrumente mit fecit Brixiae signierte und daher einer Verwechslung mit den Cremoneser Rugieri weniger ausgesetzt war. Die Rugieri, Francesco und dessen Söhne Vincenzo und Giacinto, fügten übrigens auf den Etiketten ihrer Intrumente nach ihren Namen noch detto il Per, (genannt der Birnbaum,) hinzu.

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