Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 144

Cremona. Eine Charakteristik der italienischen Geigenbauer und ihrer Instrumente, 1919

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1RUGIERI, Giacinto, Gio. Battista. Cremona 1666—1698:
2Gio Battista Rugier detto il per fecit Cremonae Anno 1666/7
3Giacinto filio di Francesco Rugier detto il per 1692
4Sohn und Schüler des vorigen
5Er verfertigte zumeist Violoncelli und gebrauchte verschiedene Holzarten. Das Modell ist ziemlich breit und hoch gewölbt, der Firnis dunkelbraun und der Ton ausgezeichnet.
6RUGIERI, Vincenzo, Cremona 1695—1730. Sohn des Francesco. Seine Instrumente von gutem Holz, gelbbraunem Lack, eignen sich ebensogut für Solospiel wie auch für Kammer- und Orchestermusik. Eine Viola da Gamba Vincenzo Rugeri detto il Per in Cremona 1702 ist von hervorragender Schönheit. Unter dem Griffbrett befindet sich ein gemaltes Wappen. Saitenhalter und Hals nebst Wirbelbrett, das in einem mit Diamantendiadem geschmückten Frauenkopf endet, sind erst durch Paul de Wit, der das Instrument öfters in Konzerten spielte, 1884 hinzugefügt worden. Es hätte ebensogut als Violoncello ergänzt werden können, denn der Bau, mit gewölbtem Boden und den f-Löchern zeigt bereits die neue Violen-Form. Für die Entwicklungsgeschichte des Violoncellos ist dieses Instrument von grosser Bedeutung (Nr. 838). Eine Viola mittleren Formates, mit schlangenartig gekerbten Rändern und dem Zettel: Vincenzo Rugieri detto il Per Cremona 1690 war ein Geschenk des Fürsten Lichnowsky an Beethoven und gehörte zu dessen Streichquartett. Mehr als 20 Jahre war Beethoven im Besitz dieser Viola, versah sie mit seinem Siegel und kratzte eigenhändig ein B ein. Nach seinem Tode 1827 ging sie als Eigentum an Karl Holz über.1) Die Viola da gamba und die Viola gehören jetzt dem Instrumentenmuseum der k. a. Hochschule für Musik in Berlin-Ch. Eine Violine: Vincenzo Rugieri detto il Per in Cremona 1647 besitzt C. Kässmayer, Wien.
81) s. a. Nicola Amati.
9RÜHLMANN, J. u. R., Die Geschichte der Bogeninstrumente, insbesondere derjenigen des heutigen Streichquartetts von den frühesten Anfängen bis auf die heutige Zeit. Mit Atlas. Braunschweig 1882.

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