Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 113

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

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1wöhnlich etwas trocken und von rothbrauner Farbe und der Ton ansprechend. Nur seine F-Löcher sind zu gross und zu weit offen. Seine Geigen haben aber fast immer noch ein italienisches Aussehen und werden geschätzt. Er wohnte bis 1744, wie sein Vater, in einem Anbau der Hôtels Soisson, zog dann nach der Rue des Prouvaires und schrieb von da an seinen Namen Castagnery. Auch seine Violoncelli dürfen hervorgehoben werden, dagegen sind seine Versuche, Geigen mit ganz flacher Decke zu bauen, als missglückt zu bezeichnen. Eine Geige von ihm bewahrt die Sammlung Snoeck (jetzt in Berlin).
3Castagneri, Gian Paolo. — Paris. 1638. 1665.
4Ein Italiener, angeblich sogar ein Cremoneser, der sich in Paris niederliess. Wenn auch unbedeutend, darf er doch als einer der besten unter den damaligen Pariser Geigenmachern gelten. Vidal erwähnt ihn nicht einmal, Fétis dagegen kennt Geigen von ihm aus den Jahren 1639 und 1662 und lobt ihren Silberklang, wenn er auch den Mangel an Tonfülle beklagt. De Piccolellis gibt seinen Zettel:
6Castaro, Antonio. Rom. Um 1615.
7Ein geschickter Lautenmacher, dessen Name nach Baron »Cortaro« lauten soll; s. d.
9Castellani, Bartolomeo. — Florenz. 1806. † um 1820.
10Er wohnte Via da S. Trinità. Seine Geigen, die nur selten vorkommen, sind nicht besonders, dagegen baute er sehr gute Guitarren.
12Castellani e Figlio. — Florenz. 1900.
13Inhaber des Geschäftes ist jetzt P. Ballerini.
15Castellani, Luigi. — Florenz. Geb. 1809, † 1884.
16Sohn und Schüler von Pietro C. Tüchtiger Contrabassist. Er baute selbst keine Geigen, war aber ein vortrefflicher Reparateur und berühmt wegen seiner ausgezeichneten Guitarren. Er wohnte Via Calimaruzza. 1866 verband er sich mit G. Scarampella. Wegen seiner Kennerschaft und Geschicklichkeit im Wiederherstellen ernannte ihn das Florentiner Conservatorium zum Conservator der Instrumentensammlung. Nach seinem Tode ging sein Geschäft auf P. Ballerini über.
18Castellani, Pietro. — Florenz. 1780. † 1820.
19Von ihm kennt man ziemlich gute Geigen und besonders Guitarren und Mandolinen.
21Castello, Paolo. — Genua. 1750. 1780.
22Seine Arbeit ist äusserlich sehr schön, erinnert an die der Gagliani und geht auf das Amatimodell zurück. Im Allgemeinen ist er trotz alledem nicht sehr geschätzt, da er oft nur mittelmässiges Holz verwendete. Sein gelber Lack ist dagegen nicht schlecht. Eine seiner schönsten Geigen, ein wahres Prachtexemplar aus der Spätzeit des italienischen Geigenbaus, ist aus der Sammlung Snoeck (No. 508) in der kgl. Sammlung in Berlin zu finden.

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