Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 139

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

27 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 117. See the scan on archive.org.

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1Couturieux (Couturier), N. — Toulon. 1842. 1850.
2Einer der besseren französischen Geigenmacher im Stile von Nicolas. Er stammte wahrscheinlich aus Mirecourt und hat gute Geigen gemacht, die durch hübsches Holz, saubere Arbeit und ihren reichen, dunkelrothen oder gelben Lack, sowie den oft vollen, süßen Ton auffallen. Er brannte in seine Violinen häufig die Buchstaben N. C. ein.
4Couturieux. — Mirecourt. 1835. 1848.
5Seine Geigen sind gewöhnliche Handelswaare; er datirte sie gerne aus Paris oder nannte sich wenigstens «luthier de Paris» und arbeitete im Stile von Nicolas. Um 1850 bestand eine Fabrik unter der Firma Couturieux & Heroux.
7Craig, John. — Edinburgh. Geb. 17. Nov. 1860 in Kirkinch bei Meigle.
8Er ahmt das Stradivari-Modell frei nach und verwendet Whitelaw's «Amati-Lack». Seine Arbeit erinnert etwas an die Matthew Hardie's.
10JOHN CRAIG,
11MAKER
12EDINBURGH.
13A. D. 1897.
15Craile (Graill), Magno. — Rom. 1606. 1631.
16In Rom ansässiger, deutscher oder vlämischer Lautenmacher, der 1606 urkundlich (als Zeuge) erwähnt wird. Er kommt 1627 und 1631 noch vor und soll besonders gute Archilauten gebaut haben.
18Cramond, Charles. — Aberdeen. 1800. 1834.
19Er kam vom Pfluge her nach Aberdeen und war ein äusserst fleissiger Geigenmacher, der Jahre lang jede Woche eine Geige fertig brachte. Seine Geigen wären nicht schlecht, wenn er sie nicht zu dünn im Holz gemacht und zu schlecht lackirt hätte. Auf seinen Zetteln fehlt meistens die Jahreszahl; er gebrauchte auch einen Brandstempel «Cramond, Aberdeen». Im Jahre 1843 wanderte er nach St. John in Neu-Schottland aus und machte dort Gewehrschäfte.
21CHAS. CRAMOND
22MAKER
23ABERDEEN
25Craske (Crask), George. — Bath. Leeds. Sheffield. Birmingham. Manchester. Stockport. Geb. 1795 in Bury St. Edmunds, † 1888 in Stockport.
26Als Jüngling kam er zu William Forster in die Lehre, trat später zu dem berühmten Klavierspieler Clementi in Beziehung, namentlich aber zu Thomas Dodd, der einen neuen Geigenlack erfunden hatte und junge Leute beschäftigte, die für ihn arbeiten mussten; unter diesen war auch Craske. Er verliess Dodd aber bald wieder und liess sich in Bath nieder. Er hatte hier keinen sonderlichen Erfolg und siedelte nach der Reihe nach Leeds, Sheffield und Birmingham über. In Birmingham hielt er sich über 20 Jahre auf, um dann für ein Jahr nach Manchester und von da nach Stockport (District Salford) zu ziehen. Er war eine echte Künstlernatur, aber voll Schrullen und Eigenheiten, die sich im Alter immer mehr ausbildeten. Obwohl er unermüdlich thätig war und noch in seinem 93. Lebensjahre arbeitete — er hat über 3000 Violinen, Violen und Violoncelli und etwa 20 Contrabässe gebaut — und von den bedeutendsten Virtuosen hochgeschätzt wurde, brachte er es doch zu keinem Wohlstande. Seine Arbeiten sind nach den besten italienischen Vorbildern sehr sauber ausgeführt und werden jetzt von Jahr zu Jahr besser im Ton. Seine Biographie veröffentlichte Arthur Broadley in der Zeitschrift «Musical News» 1901 No. 553: «An english Stradivarius». Drei Violinen von ihm aus den Jahren 1820—1836 waren 1880 in Edinburgh ausgestellt.

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