Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 151

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

26 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 129. See the scan on archive.org.

1Deconetti, Michele. — Venedig. 1752. 1790.
2Vielleicht ein Sohn von Gio B. D. Wie dieser schreibt er seinen Namen gewöhnlich 'Deconet'. Im Jahre 1790 hat er noch in Padua gearbeitet. In den Umrissen ahmt er den Jos. Guarneri, manchmal auch Stradivari ohne besonderen Schwung nach, sein rothbrauner Lack ist dagegen dem des Montagnana, für dessen Schüler man ihn hält, ungemein ähnlich. Eine Geige von ihm mit der Jahreszahl 1786 besitzt Herr Wrede in Lüneburg.
4Michele Deconet
5fecit Venezia 1775
7MICAEL DECONET
8Fecit Venetiis 1754
10Defresne, Pierre. — Rouen. 1731. 1745.
11Er lernte in Paris und liess sich 1731 in Rouen nieder, wo er in allerlei Zunftstreitigkeiten verwickelt wurde. Man wollte ihm u. A. nicht gestatten, dass er sich auf dem Schild über seinem Schaufenster einen Meister von Paris nenne u. s. w. Schliesslich setzte er seine Aufnahme in die Zunft dennoch durch; er berief sich dabei auf ein 'Brevet de Monseigneur de Luxembourg'. Seine Violinen sind nicht übel im Aussehen und in der Arbeit.
13Fait par moi Pierre Defresne, maistre luthier de Paris demeurant rue Nve St. Lô à Rouen 1737
15Degani, Domenico. — Montagnana. Geb. um 1820, † 1887.
16Geschickter Musikinstrumentenmacher, der Geigen, Guitarren und Mandolinen machte, deren Ton gelobt wird, die aber der Billigkeit halber meist sehr einfach ausgeführt sind; so fehlt den meisten seiner Geigen die Einlage am Rand. Eine Lyra von ihm besitzt C. Claudius in Malmö.
18Degan Domenico
19fecit in Maggio 18..
20Montagnana
22Degani, Eugenio. — Venedig. Geb. 20. Mai 1840 zu Montagnana (Prov. Padua).
23Seit seinem 10. Jahre Schüler seines Vaters, ging er, 16 Jahre alt, um sich im Orgelbau auszubilden, zu dem Orgelbauer Domenico Malvestio in Montagnana, bei welchem er von 1856—1866 arbeitete. Während des Krieges von 1866 musste er, um sein Leben zu fristen, Flinten machen, wozu ihn seine technischen Fertigkeiten befähigten. Im Jahre 1877 machte er sich in seinem Geburtsorte selbstständig und siedelte 1887, nachdem er sich als Geigenmacher bereits einen Namen gemacht, nach Venedig über. Er baut nach eigenem Modell, versieht seine Geigen mit fünf Einlagespänen (drei schwarzen und 2 weissen) und hat auch eine besonders gestochene Schnecke, doch copirt er auch alte Meister. Sein Lack, dessen Zusammensetzung sein Geheimniss ist, wird sehr gelobt. Er besitzt mehr als 15 Medaillen von den Ausstellungen in Treviso, Rovigo, Mailand, Arezzo, Neapel, Turin, Paris, London, Chicago, Mailand, Palermo, Bologna etc. etc. und gilt als trefflicher Lehrer seiner Kunst. Seit 1898 lautet seine Firma Eugenio Degani & Figlio.
25v. Lütgendorff, Geigen- und Lautenmacher.

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