Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 155

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

30 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 133. See the scan on archive.org.

1Demouchi, P. — Lyon. 1618. 1633.
2Seine Arbeit erinnert noch an deutsche Vorbilder. Eine Bassviola von 1618 befindet sich in Berlin (Sammlung Snoeck No. 485), die einen braunschwarzen Lack und ein geschnitztes Köpfchen zeigt. Eine Viola da Gamba von 1633 von ihm ist im National-Museum in München (No 121) mit C- statt F-Löchern; der Name ist hier De Mouchi geschrieben.
4Dengel s. Tängel.
6Denitor s. Devitor.
8Denizot. — Tours. 1828. 1829.
9War hauptsächlich als Reparateur thätig und scheint Mirecourter Geigen verkauft zu haben.
11Dennis, Jesse. — London. Geb. 1795, † nach 1855.
12Er lernte von 1805 an bei John Crowther und arbeitete später bei Matthew Furber; 1855 wohnte er noch in der Eweherst Str. Walworth Common. Er brachte es nur zu handwerksmässiger Fertigkeit.
14De Planche, Pierre. — Paris. XVIII. Jahrh.
15Sein Name fand sich bisher nur in einer sechssaitigen Viola. Er war mit La Lœ (s. d.) verbunden.
17De Poilly, Guillaume. Ypern (Belgien). 1672.
18Ein tüchtiger Meister, von dem sich aus der Sammlung Snoeck eine Taschengeige mit fünfkantigem Boden in Berlin befindet, die den Zettel trägt:
20Faict A Ypre / par Guillaume De Poilly 1672
22Derazey, Honoré. — Mirecourt. Geb. um 1790, † um 1875.
23Bevor er sich in Mirecourt als Fabrikant selbstständig machte, arbeitete er einige Jahre in Paris bei verschiedenen Meistern. Seine Geigen, gewöhnlich nach Stradivari, seltener nach Amati gemacht, sind aus gutem Holz und tragen eine Brandmarke mit seinem Namen, die freilich oft nur nach Oeffnung der Geige zu finden ist.
25Derazey, Just. A. — Mirecourt. Geb. um 1815, † nach 1885.
26Sohn, Schüler und Nachfolger von Honoré D. Ein Geigenfabrikant, der schon 1846 jährlich an 600 Violinen herstellte, die er zu Preisen von 5—150 Frs. verkaufte. Da er es an einer gewissen Sorgfalt nicht fehlen liess und gutes Material verwendete, erhielt er 1855 in Paris und 1862 in London Medaillen. Im Jahre 1864 kaufte er von der Wittwe das Geschäft von Joseph Nicolas fils mit allen Werkzeugen und Vorräthen und machte von nun an einen grösseren Unterschied zwischen Geigen, die er selbst machte, und solchen, die nur Werkstattarbeit waren. Die letzteren erhielten den Firmastempel Nicolas. Sein Holz ist ziemlich gut, der Lack dagegen spröde und bald unscheinbar. Sein Geschäft ging auf P. Mougenot über, der jetzt beide Brandmarken verwendet.
28Deroux («Deroux père»), Georges. — Mirecourt. Geb. in Mirecourt 1822, † 1889 in Reims.
29Schüler von Honoré Derazey. Einer der besseren Mirecourter Meister, der sich 1846 selbstständig machte. Wenn er auch viel für den Markt gearbeitet

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