Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 178

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

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1meister, weshalb er seine Geigenmacherei wieder aufgab. Einer Geige nach zu urtheilen, die aus Raab 1820 datirt ist, hielt er sich vorübergehend in Ungarn auf. Wenn er sein Geschäft auch aufgegeben hatte, so machte er doch nachträglich noch Geigen. Er hatte als Geigenmacher einen guten Ruf, und bis vor kurzer Zeit befanden sich noch eine Violine und ein Violincello von ihm auf dem Chor der Neuklosterkirche in Wiener-Neustadt. Seine Arbeit erinnert an die Wiener Schule, ist jedoch weniger sorgfältig; auch der Lack sieht nicht schön aus.
3Eberle (nicht Eberti), Tomaso. — Neapel. 1760. 1792.
4Der Name lässt auf deutsche Abstammung schliessen. Dass er aber *sans doute* ein Verwandter Joh. Ur. Eberle's gewesen sei, wie Grillet behauptet, ist nicht zu erweisen. Eher glaube ich, dass er zu Heinr. Ebert oder Eberl in Venedig in Beziehung steht. Seine Geigen sind denen der Gagliano so ähnlich, dass man ihn wohl mit gutem Grund für einen Gaglianoschüler halten darf. Er verarbeitete sehr schönes Holz, verwendete rothbraunen und braungelben Lack und führte alle Theile sehr sauber durch. Seine Geigen kommen verhältnissmässig selten vor, wasdarauf zurückzuführen ist, dass die meisten jetzt unter dem gangbareren Namen des Nicolaus Gagliano in den Handel gekommen sind.
6Eberspacher, Bartolommeo. — Florenz. XVII. Jahrh.
7Lautenmacher deutschen Ursprungs. Eine Theorbe von ihm befindet sich im Museum Kraus in Florenz (No. 511).
9Ebert (Eberl?), Heinrich. — Venedig. 1655.
10Sehr tüchtiger Lautenmacher des 17. Jahrhunderts, von dem die Sammlung Scheurleer eine hübsche Theorbe aufweist. Wie Tiefenbrucker seinen Namen italianisirte, so hat dies augenscheinlich auch Ebert gethan. Herr Franciolini besitzt eine reich eingelegte Mandoline in der Form eines kleinen Rebeks mit der Inschrift:
12Enrico Ebar fecit anno Domini 1655
14Wenn das Datum richtig ist — was glaubwürdig scheint — und das Instrument keine späteren Veränderungen erlitten hat, hätten wir damit eine der ältesten Mandolinen vor uns. In der Ausstellung der holländ. Gesellsch. *Pulchri Studio* 1893 war eine von ihm gebaute und von J. C. Hoffmann reparirte Theorbe. Auch P. de Wit erwarb 1885 eine Theorbe von schwarzem Palisanderholz mit Elfenbeinrippen von ungewöhnlicher Grösse mit der Inschrift
16Heinrich ebert In Venetia
18Diese Theorbe zeichnet sich auch durch drei prächtige gothische Rosetten (*Dachsterne*) aus. Eine sechssaitige Viola d'amore von ihm besitzt auch die Sammlung Correr in Venedig. In dieser liest man den Namen *Heinrich Ebart*.
20Eberti s. Eberle.
22Ebner, Georg. — Regensburg. 1723.
23Wahrscheinlich ein Bruder von Gotth. Ebner in Hallein und Vater des bekannteren Gotth. Ebner in Regensburg. Er wird ausdrücklich als Geigenmacher bezeichnet.
25Ebner, Gotthard. — Hallein. 1723.
26Vielleicht der Vater des gleichnamigen Regensburger Meisters. Er baute fast ausschliesslich nach dem breiten Stainer-Modell und liess manchmal die

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