Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 185

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

12 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 163. See the scan on archive.org.

1Engleder, Ludwig. — Bamberg. Geb. 1811, † 2. Febr. 1873.
2Schüler von Fischer in Regensburg. Er eröffnete am 1. August 1835 in Bamberg als vierundzwanzigjähriger Mann seine eigene Werkstatt, und obwohl er sehr tüchtig war, brachte er es doch zu keinem nennenswerthen Wohlstande, so dass er im Alter froh war, im Bürgerspital auf dem Michaelsberge aufgenommen zu werden, wo er als Pfründner starb. Er baute frei nach Stainer; seine Geigen etc. zeichnen sich durch vollen Ton aus.
4Enrico, Giovanni di. — Rom. 1590. 1608.
5Ein Flamänder, der wahrscheinlich Heinrichs geheissen hat und in der Via dei Liutari bei Meister Cristofore del Forno wohnte. Er erschien 1608 vor dem Tribunal des Gouverneurs, erzählte, dass er in Neapel mit seinem Landsmanne Armand Coppo als Lautenmacher ansässig war, und klagte, dass ihm zwei näher beschriebene kostbare Ebenholzgitarren in spanischem Styl und zwei von ihm gebaute Violinen im ungefähren Werthe von 65 Thalern gestohlen worden seien. — Bereits 1590 besass ein Flamänder »Meister Giovanni« ein Geschäft in Rom mit dem Ladenschild »alla Trinità«. — Vielleicht ist die prächtige Laute (Orphéoréon) in der Sammlung des Pariser Conservatoriums, die sowohl römische als vlämische Züge aufweist, und die im letzten Drittel des 16. Jahrhunderts entstanden sein muss, ein Werk Giovanni di Enrico’s.
7Entzensperger, Christoph. — Füssen. 1708.
8Vermuthlich der Stammvater der heute noch bestehenden Geigenmacherfamilie, als deren Urheimath das unweit Füssen gelegene Enzensberg angesehen werden kann.
10Enzensperger, Bernard I. — Wien. Geb. um 1780, † um 1855.
11Schüler von Georg Thir. Eröffnete 1812 seine eigene Werkstatt und wird schon 1816 als einer der besten Wiener Geigenmacher gerühmt. Am 23. Juni 1820 legte er den Bürgereid ab. Seine Blüthezeit fällt in die 30er Jahre des 19. Jahrhunderts. Er beschäftigte sich viel mit akustischen Studien und erhielt auch 1831 ein Patent auf eine von ihm erfundene sogenannte »Akustik-Gitarre«.

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