Scan 188
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
14 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 166. See the scan on archive.org.
1250 fl. Mitgift. Seine Aufzeichnungen schliesst er mit den Worten: »Gott sey gedankt, niemahls keine Noth gelitten.« Seine Geigen sind recht gut und kommen noch häufig vor. Seine Kinder waren: 1) Joh. Nep., geb. 5. Mai 1777; 2) Maria Magd., geboren 14. Juli 1778; 3) Joh. Conrad, geboren 1. Juli 1779, † 12. März 1791; 4) Franz Josefus, geb. 28. Febr. 1782; 5) Ferdinand, geb. 3. Febr. 1784.
3Erggelet (Ergele), Johann Nep. — Freiburg i. Br. Geb. 5. Mai 1777, † 1863.
5Schüler seines Vaters Joh. Conr. (Sohn) E. und dessen Nachfolger. Er verheirathete sich am 13. September 1808 mit Jungfer Sophia Dräher und galt bis in sein hohes Alter als tüchtiger Meister seines Faches. Er schrieb sich fast ausschliesslich »Erggelet« statt Ergele, welche Rechtschreibung auch die Nachkommen übernommen haben.
7Erich (Erichsen), Daniel. — Lübeck. 1642. 1649.
9Er war Lautenist und Lautenmacher und bat am 7. Oct. 1642 den Rath der Stadt Lübeck um Zulassung, wobei er versprach, das Bürgerrecht zu erwerben. Er schrieb: »Nachdem für einem halben Jahre Albert Uhlig (Olrich) gewesener Violen- und Lautenmacher allhie mit todt abgegangen, wan ich dan in meiner Jugend die Kunst lauten, Violen und derogleichen musikalische Instrumenten zu verfertigen erlernet« … etc. Seiner Bitte wurde entsprochen; es wurde ihm der Bescheid: »Dass er neue Lauten, Violen und andere musikalische Instrumente zu machen verlehnt worden, hatt ein Hochw. Raht decretieret, weil ihme die Musikanten ein gutt Bezeugniss geben, sey er damit Zeit seines Lebens belehnt.« Er wurde somit Uhlig's Nachfolger. Ein Verwandter seines Vorgängers, vielleicht dessen Sohn, liess sich später gleichfalls in Lübeck als Lautenmacher nieder, worüber man im Wetteprotokoll den Eintrag findet: »Am 27. April 1649 klagt Daniel Erich, privilegierter Lauten, Violen und Instrumentenmacher gegen Diedrich Olrichs, der seine Kunst nicht recht erlernet« — weil er »einen Tonier Scharden«, einen Schulknecht und Caspar Schuhmacher, einen Soldaten, in die Lehre genommen, »obwohl ein blinder dem andern den wegh nicht zeigen kann«. — Im Marien-Taufbuch findet man ihn 1646 und 1649 als Vater je eines Sohnes; sonst ist nichts weiter über ihn bekannt geworden.
11Ernst, Franz Anton. — Gotha. Geb. zu Georgenthal an der sächs. Grenze in Böhmen 3. Dec. 1745, † 13. Jan. 1805 zu Gotha.
13In Prag beendete er das Studium der Rechtswissenschaft, betrieb aber dabei eifrig Musik, besonders das Geigenspiel. Er wurde erst Syndikus in Georgenthal, trat dann in die Dienste des Grafen Salm und bildete sich nunmehr vollkommen zum Musiker aus. Als solcher kam er 1773 nach Prag zurück und erzielte grosse Erfolge. 1778 wurde er als Concertmeister nach Gotha berufen. In den letzten zehn Jahren seines Lebens trat er nicht mehr öffentlich auf, sondern beschäftigte sich ausschliesslich mit dem Geigenbau, dem er sich, viel-
Makers on this page
The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.