Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 207

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

21 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 185. See the scan on archive.org.

1Fiorani, Vincenzo. — Pergola. 1855.
2Seine Geigen sind gewöhnliche Handwerksarbeit. Das Holz ist sorglos gewählt und der Spirituslack spröde und unschön.
4Fiori, Amilcare. — Casinalbo. XIX. Jahrh.
5Vielleicht der Vater der Brüder Fiori, vielleicht auch ein Sohn von einem derselben. Valdrighi zählt ihn auf (1046), doch gelang es mir nicht, eine Arbeit von ihm zu Gesicht zu bekommen.
7Fiori, Andrea (Antonio?). — Modena. Geb. um 1796, † vor 1870.
8Von Hause aus Ingenieur, beschäftigte er sich aus Liebhaberei mit dem Geigenbau und brachte es in Verbindung mit seinem Bruder darin zu grosser Geschicklichkeit. Er verwendete Spirituslack.
10Fiori, Gaetano. — Modena. Geb. um 1798, † um 1873.
11Bruder von Andrea F. Er lebte abwechselnd in Modena und in Casinalbo mit seinem Bruder, mit dem er gemeinschaftlich arbeitete.
13Fiorillo, Giovanni. — Ferrara. 1780.
14Mehrere gute Violoncelli von ihm sind in letzter Zeit aufgetaucht, und da Manches in seiner Arbeit an deutsche Art erinnert — so sind z. B. seine F-Löcher denen Stainer's recht ähnlich —, hält man ihn für einen Südtiroler. Ich glaube aber, dass er als Geselle in Tyrol oder Deutschland gearbeitet hat, denn das Italienische in seinen Werken hat doch das Uebergewicht. Viorillo zu schreiben ist falsch.
16Fiorini, Antonio. — Bologna. 1720.
17Wahrscheinlich der Stammvater der Familie, zu der wohl auch die Floreni gerechnet werden müssen. Auch sein Sohn soll Geigenmacher gewesen sein, doch gelang es bisher nicht, ihn sicher nachzuweisen. Seinen Zettel theilt de Wit zum ersten Mal mit.
19Fiorini, Giuseppe. — München. Geb. Bologna 1861.
20Von 1877 an Schüler seines Vaters Raffaele F., gründete schon 1881 in Bologna sein eigenes Geschäft, wurde dann der Schwiegersohn Andr. Rieger's in München und ist jetzt Eigenthümer der Firma Rieger & Fiorini. Er baut nach Cremoneser und eigenen Modellen in italienischem Stil und verwendet sowohl einen fetten Spiritus- als auch einen ätherischen Oellack. Er ist ein tüchtiger Meister und vielfach ausgezeichnet.

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