Scan 212
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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11688 noch vor. Als Beweis seiner Tüchtigkeit kann man die Thatsache betrachten, dass ein so feiner Kenner wie Selhof, einen Contrabass von ihm besass, der 1759 im Hag versteigert wurde. Er hat übrigens auch Tasteninstrumente gebaut.
3Fleischer, Johann Christoph. — Hamburg. Geb. um 1675, † nach 1732.
4Aelterer Sohn und wohl auch Schüler von Hans Christ. Fl. Er wurde am 13. Juni 1705 Hamburger Bürger und verstand es, den Ruf, den sein Vater bereits besass, noch zu erhöhen, so dass der Name Fleischer neben Tielke in der Geschichte des deutschen Instrumentenbaus stets hervorgehoben werden muss. Er hatte nebst seinem Bruder 1708 schwere Kämpfe mit der Tischlerzunft auszufechten, die seine Arbeit als einen Eingriff in ihre Rechte betrachtete. Seine Lauten und Violen sind von schöner Arbeit, er hat jedoch auch Tasteninstrumente gebaut und erfand u. A. 1718 ein »Lauten-Clavecin« und einen »Theorben-Flügel«.
6Fleming, James M. — London. 1902.
7Verfasser einiger verdienstvoller Werke zur Geigengeschichte und bewährter Geigenkenner. Er erfand eine neue Geige, die statt des hölzernen Resonanzbodens einen ziemlich grossen Aluminiumschalltrichter besitzt, in den durch ein Membran die durch die Saitenschwingungen hervorgerufenen Töne übergeleitet und zu Gehör gebracht werden. Die Klangfarbe des neuen Instruments soll recht eigenartig sein.
9Fleming, John. — Saltcoats. 1895.
10Seine Geigen, die nach Stradivari gebaut und mit Oellack überzogen sind, tragen keine Zettel, sondern nur einen Brandstempel mit seinem Namen.
12Fleming, Georg. — Danzig. 1650.
13Eine Laute (No. 5517) im Schlesischen Museum für Kunstgewerbe und Alterthum in Breslau trägt den geschriebenen Zettel:
15Georg Fleming In Dantzig Anno 1650
17Fletté, Benoist. — Paris. 1758. 1763.
18Er war geschwornen Meister der Pariser Lautenmacherzunft für 1763. Geigen von ihm sind wenig bekannt und unbedeutend, nur seine Lauten und Guitarren werden gelobt. Sein Name wird von einigen Hetté gelesen. one of two readings
19Er war geschwornener Meister der Pariser Lautenmacherzunft für 1763. Geigen von ihm sind wenig bekannt und unbedeutend, nur seine Lauten und Guitarren werden gelobt. Sein Name wird von einigen Hetté gelesen. one of two readings
21Fleuri (Fleury), Jean François. — Paris. 1783. 1785.
22Weder über sein Leben noch über seine Arbeit ist etwas Besonderes zu sagen. Er gehört zu den Meistern dritten Ranges und wird nur selten erwähnt. Er darf mit Benoît Fl. nicht verwechselt werden.
24Fleurot. — Val d’Ajol. XVIII.—XIX. Jahrh.
25Bisher sind nur Scheitholte von ihm bekannt geworden. Fleurot war vielleicht einer der letzten Lautenmacher, die dieses in den Vogesen beliebte zitherartige Instrument, das schon Praetorius (1618) verächtlich ein »Lumpeninstrument« nannte, in grösserer Anzahl gebaut hat. Scheitholte von ihm besitzen das Museum des Conservatoriums in Brüssel, die Berliner kgl. Sammlung etc.
27Fleury, Benoît. — Paris. 1751. 1791.
28Ein geschickter Lauten- und Geigenmacher, der bei seinen Genossen sehr angesehen war und zum geschwornen Meister für das Jahr 1755 gewählt wurde. Er wohnte, und zwar noch 1789 im Faubourg Saint Germain, rue des Boucheries. Eine Bassviola von 1755 von ihm besitzt das Museum des Pariser Conservatoriums. Das älteste bisher von ihm bekannte echte Instrument ist ein Alto
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