Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 232

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

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1Gallingani. — Mancasale (Prov. Reggio). XIX. Jahrh.
2Ein Musiker, der eine gewisse Geschicklichkeit im Ausbessern alter Geigen besass und auch vereinzelt neue Violinen gebaut haben soll.
4Galram (Galran), Joachim Joseph. — Lissabon. 1769. 1825.
5Geschickt in seiner Arbeit, auch sein gelber Lack ist nicht übel. Der König von Portugal besitzt ein Quartett von ihm, das sehr sauber und gut gearbeitet ist und auch durch edlen Ton hervorragt.
7Galtani, Rocco. — Florenz.
8Er gehört noch dem 17. Jahrhundert an und hatte seiner Zeit einen guten Ruf. Man kennt freilich nur wenig mehr von ihm, als seinen Namen*).
10Galvani, Giuseppe. — 1834.
11Selten vorkommender italienischer Geigenmacher aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Eine Geige von ihm besass J. Haberzettl in Drasswitz No. 107 bei Karlsbad.
13Gambon. — Maastricht (Holland). 1830. 1850.
14Seiner Arbeit nach gehört er der französischen Schule an. Seine Geigen sind aber in jeder Beziehung mittelmässig.
16Gamboni. — Neapel. Geb. um 1724, † nach 1814.
17An seinen Geigen ist eigentlich nur das Holz gut, und dies verdankt man dem Umstande, dass er im Besitz von Geigenholz aus dem Nachlasse von Antonius Amati war**).
19Gand, A. E., lebt als »Luthier« in Laval (Dép. Mayenne).
21Gand, Charles Adolphe. — Paris. Geb. in Paris 11. Dec. 1812, † 24. Jan. 1866.
22Schüler seines Vaters, dessen Werkstatt er 1845 übernahm. Er hat nicht viele neue Geigen gebaut, die wenigen aber sind trefflich. Er wurde, wie sein Vater, Geigenmacher der königl. (später kaiserl.) Hofkapelle und des Conservatoriums und wurde 1862 zum Ritter der Ehrenlegion ernannt. Im Jahre 1855 trat sein Bruder Eugène in das Geschäft, und die Firma lautete von da an bis 1866 »Gand frères« und stand nach wie vor in höchstem Ansehen.
24GAND FRÈRES, Luthiers de la Musique de l'Empereur et du Conservatoire Impérial de Musique
25JF Paris 18—
27Gand, Charles Nicolas Eugène. — Paris. Geb. in Paris am 5. Juni 1825, † 5. Febr. 1892.
28Jüngerer Sohn und Schüler von Ch. Franç. G. Er verband sich 1855 mit seinem Bruder und 1866 nach dem Tode desselben mit den Brüdern Bernardel. Die beiden berühmten Häuser wurden dadurch zu einem vereinigt, ihre Werkstätten waren zuerst in der Rue Croix des Petits-Champs No. 21 und seit 1883
30*) Wenn G. Chouquet in seinem Bericht über die Ausstellung 1878 einen »Galiani« erwähnt, meint er wohl, wenn nicht einen Gagliano — Rocco Galtani.
31**) Bei der von ihm 1814 veranstalteten Auktion kaufte Gagliano solches Holz für drei Violinen um 100 span. Piaster (über 500 M.).

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