Scan 274
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1zu haben, die behaupten, dass es doch ein Geheimniss der Cremoneser gab, von dem eben der Ton abhängig war. Eine aus Venedig datirte Violine von ihm sah der Geigenmacher Methfessel vor einigen Jahren in Wien.
3Guarneri, Pietro (II.).
4— Venedig. Geb. 14. April 1695 in Cremona, † nach 1760 in Venedig.
5Sohn von Giuseppe (•Joseph•), Schüler seines Vaters, später aber schloss er sich mehr an seinen Oheim Pietro an und machte recht hübsche Geigen nach dessen Modellen, weshalb man ihre Arbeiten leicht verwechselt. In seinen letzten Jahren soll es ihm sehr schlecht gegangen sein. Ein dritter Pietro G. soll 1720—1750 in Mantua gelebt haben.
7Petrus Guarnerius Filius Joseph Cremonensis Fecit Venetijs anno 1730
9Petrus Guarnerius Filius Joseph Cremonensis fecit Venetijs. Anno 1740
11Guarneri, Ubaldo. — Cremona. 1683.
12Ein bisher unbekanntes Mitglied der Familie G., das Valdrighi (No. 4218) aufzählt. Er vermutet in Ub. G. einen Sohn Andrea's.
14Gudis, Hieronimo. — Cremona. 1727.
15Ein Meister von hervorragenden Fähigkeiten, der jung gestorben sein muss, da er sonst bekannter wäre. Vidal macht auf eine herrliche Viola d'amore von ihm aufmerksam, die sich in der Sammlung Gautier in Nizza befindet: prachtvolles Holz, meisterhafte Arbeit, goldgelber Lack, edler Ton, Frauenköpfcchen am Wirbelkasten.
17Hieronimo Gudi da Cremona 1727
19Guédon, Jacques Antoine. — Paris. 1775. 1783.
20Er wohnte erst Rue de la Tissanderie (1775/77), später Rue Barillerie (1779/83) und gehört nicht zu den hervorragenden Meistern.
22Guénet. — Bourg. 1850.
23Ein Uhrmacher, der einige Drehleiern (Viellen) gemacht hat.
25Gülich s. Gylig.
27Günther, Franz. — Halle, Potsdam, Berlin. Geb. 13. October 1857 in Radegast (Anhalt-Cöthen).
28Sohn von Georg G. Im Jahre 1871 kam er zu Ludw. Bausch nach Leipzig in die Lehre und lernte nach dem Tode seines Meisters bei seinem Vater aus, von 1878—1880 arbeitete er bei seinem Bruder in Magdeburg, dann bis 1886 in Halle, wo er sich auch nach dem Tode seines Vaters selbstständig machte und bis Ende September 1893 blieb. Am 1. October 1893 siedelte er nach Potsdam über und übernahm 1894 das Grimm'sche Geschäft in Berlin, das er bis 1901 fortführte. Seine Geigen sind nach Stradivari gemacht, der Rand nach Vuillaume (also nicht abgerundet). Bis 1898 verwendete er Spirituslack und
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