Scan 281
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1fett und von schöner gelber Farbe. Ausser Violinen und Violoncelli machte er auch gute Liebesgeigen.
3Hädl, Joseph. — Regensburg. 1700. † 27. Nov. 1729.
4Sohn oder Bruder von Johann H. Er wird als Geigenmacher und »Hemauer Spielmann« bezeichnet. In der Arbeit ist er Johann H. ziemlich nahestehend.
6Haensel, Johann Anton. — Rochsberg. 1801. 1811.
7Hart giebt als seinen Wohnort Leipzig an, nach Anderen lebte er auch eine Zeit lang in Berlin. Er ist eigentlich nur noch durch seinen Aufsatz in der Allg. musikalischen Zeitung, Leipzig 1811, S. 82, bekannt, in welchem er u. A. über eine von ihm 1801 erfundene Geige, deren Ober- und Unterbacken ungefähr gleich waren, berichtet. Diesen Aufsatz unterzeichnet er als »Kammermusikus des jüngern Grafen Schönburg«.
9Häussler, Christian. — Krakau.
10Ans Adorf (Voigtland) stammend, wanderte er 1831 nach Krakau ein, wo er bis 1871 thätig war. In seiner Arbeit verleugnete er nie seine Herkunft.
12Häussler, Gustav. — Krakau. Geb. in Lübben (Niederlausitz) 1850.
13Schüler seines Oheims Christian H., übernahm 1871 das Geschäft seines Lehrers und macht neue Geigen nach Stradivari. Er wendet Spirituslack an, ist aber hauptsächlich Reparateur und erfand Federzwingen (für Geigenmacher), mittels welcher ein gleichmässiger Druck beim Zuleimen der Geigen erreicht wird. Er erhielt 1887 in Krakau die broncene und 1894 in Lemberg die goldene Medaille.
15Haff, Joseph Anton (sen.). — Augsburg. 1810. 1860.
16Fleissiger Geigenmacher, der nach dem ganz arbeitete. Die Decke zeigt meist ziemlich weitjähriges, schwammiges Fichtenholz, zum Boden nahm er Ahorn (aus einem Stück). Der Ton ist von verschiedener Güte; Spiritus- oder Oellack.
18Haff, Joseph Anton jun. — Augsburg. 1860. 1875.
19Sohn von Joseph Anton sen., der um 1875 von Augsburg fortgezogen ist und (1895) noch am Bodensee lebte. Talentvoller Nachahmer der italienischen Meister, erhielt 1873 die Verdienst-Medaille für ein Streichquartett und eine Geige nach Amati von trefflicher Arbeit und schönem Ton. Im Jahre 1894 siedelte er von München nach Senftenau bei Lindau über und soll später nach Stuttgart gezogen sein, ist aber auch dort nicht geblieben.
21Haghens, Cornelius. — Antwerpen. 1627. † um 1642.
22Er gehörte der Lukasgilde als Clavecinmacher an.
24Haghens, Simon. — Antwerpen. 1642. 1644.
25Er wird als Sohn eines Meisters (Cornelis Haghens?) bezeichnet und wurde 1642 in die Lukasgilde aufgenommen.
27Hagspiel, Oscar. — Dresden. Geb. 2. Mai 1852 in Dresden, † Jan. 1901.
28Ursprünglich zum Musiker bestimmt, musste er die Clavierfabrik seines Vaters übernehmen und beschäftigte sich in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts auch mit der Herstellung von Streichinstrumenten eigener Erfindung. Diese hatten einen guitarre-ähnlichen Körper mit gepresster (nicht ausgestochener
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- Hädl, Joseph
- Häussler, Christian
- Häussler, Gustav
- Haff, Joseph Anton (sen.)
- Haghens, Cornelius
- Haghens, Simon
- Hagspiel, Oscar
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