Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 296

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

21 lines. Read by computer on 3 September 2026. Printed page 274. See the scan on archive.org.

1Heim, Michael. — Wien. 1696. 1713.
2Geigen und Lauten von ihm kommen nicht gerade selten vor, trotzdem fand sich nichts Urkundliches über ihn. Seine Arbeit ist gut, ohne besondere Vorzüge.
3Heims hiess ein um 1830—1840 in Amsterdam ansässiger Geigenmacher.
4Sein Taufname dürfte Joseph gewesen sein. Er war nicht ungeschickt und galt als guter Lehrmeister.
5Heinel. — Markneukirchen.
6Als Geigenmacher sind thätig:
7Heinel, Friedrich Ludwig, geb. 19. Januar 1873,
8Heinel, Oskar Bernhard, geb. 7. Juli 1874,
9Heinel, Otto Adolf, geb. 27. Juni 1868.
10Heinicke, Mathias. — Wildstein b. Eger. Geb. 1871 in Maria Kulm (Böhmen).
11Schüler von E. Reinhold Schmidt in Markneukirchen, arbeitete längere Zeit in Berlin und Budapest und ging dann zu seiner weiteren Ausbildung nach Italien, wo er hauptsächlich bei Degani blieb und viel gelernt hat. Im Jahre 1897 machte er sich in Wildstein selbstständig. Er baut nach italienischen und eigenen Modellen, letztere zwischen Stradivari und Amati liegend (über Form). Er verwendet Spiritus- und Oellack und trifft namentlich die Farbe italienischer Meister sehr gut.
12Mathias Heinicke
13Geigenbauer in Wildstein bei Eger in Böhmen.
14Heinke, A., war 1895 vorübergehend in Stettin ansässig.
15Heinl, Johann. — Schnecken b. Fleissen. Geb. in Fleissen 1868.
16Schüler von August Bernhardt; war nach beendigter Lehrzeit von 1885 bis 1890 in der Fabrik von Reinhold Schmidt thätig und machte sich 1890 in Schnecken bei Fleissen selbstständig, wo er jetzt Geigen und Violoncelli nach den bekannten italienischen Meistern macht. Er verwendet gelbbraunen Spiritus- und Oellack. In seine Instrumente klebt er die Zettel nach den Meistern, deren Modelle er nachahmt. — Ein Josef Heinl lebt in Watzkenreuth b. Fleissen als Geigenmacher.
17Heinle, J. — Paris. 1761.
18Vermuthlich ein Deutscher, der vorübergehend in Paris lebte. Es soll bisher nur eine einzige Geige von ihm bekannt sein.
19Heinrich, Andreas. — Schönbach b. Eger. Geb. in Schönbach (Stadt) 1858.
20Sohn von Vinc. Heinrich und Schüler von Anton Pötzl. Er arbeitete von 1873—1875 in Markneukirchen, 1875 in Leipzig und a. a. O., ging 1876 nach Wien und dann nach Budapest, kehrte nach Wien zurück und war zuletzt in Breslau thätig, bis er sich 1881 in Schönbach selbstständig machte. Er gilt als der beste Reparateur in seiner Vaterstadt. Seine Geigen und Violoncelli sind nach italienischen Meistern copirt und mit weichem, festem Spiritus- und Oellack überzogen. Für Händler klebt er den Zettel des Modells in die Geigen, für besondere Kundschaften den eigenen Zettel. Er wurde auf Ausstellungen mehrfach ausgezeichnet.

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