Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 308

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

17 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 286. See the scan on archive.org.

1Hill, Joseph IV. — London. Geb. um 1805, † 1837.
2Aelterer Sohn von Henry Lockey H. Schüler seines Vaters, dem er nahekam.
4Hill, Lockey. — London. Geb. 1756, † 1810.
5Vierter Sohn von Joseph H. Vater von Henry Lockey H.; ein geschickter Meister.
7Hill, Walter Edgar. — London. Geb. 4. Nov. 1871.
8Vierter Sohn und Schüler von Will. Ebsw. H. Auch er arbeitete, wie sein Bruder Alfred Ebsw., eine Zeit lang in Mirecourt, und ist jetzt Mitbesitzer des väterlichen Geschäfts.
10Hill, William. — London. Geb. 1745, † 1790.
11Aeltester Sohn und Schüler von Joseph II. H. Zu der gleichen Zeit, in der sein Vater die Firma Jos. Hill & Sons annahm, also etwa um 1771*), scheint er seine Werkstatt in der Poland Street eröffnet zu haben. Seine Arbeit ist recht gut, etwas an Aireton erinnernd, der Lack sehr durchsichtig und von schöner gelber Farbe, nur der Ton seiner Geigen ist ziemlich schwach, kann aber von einem tüchtigen Reparateur manchmal leicht verbessert werden. Er war auch ein geschickter Musiker und gehörte als solcher dem Londoner Musiker-Verband an. Auch als Orgelbauer war er gut und hat manche Verbesserung eingeführt.
13Hill, William Ebsworth. — London. Geb. 20. Oct. 1817, † 2. April 1895.
14Jüngerer Sohn von Henry Lockey H. und Schüler seines älteren Bruders Joseph (IV.). Als er in die Lehre trat, wurde er zuerst mit dem Stegschnitzen beschäftigt und erlangte darin eine erstaunliche Fertigkeit. Noch in den letzten Jahren seines Lebens war es eine Lieblingsbeschäftigung von ihm, zum Vergnügen Stege zu schneiden. Nach Beendigung seiner Lehrzeit trat er bei Charles Harris in Oxford ein und eröffnete, nach London zurückgekehrt, im Jahre 1830 seine eigene Werkstatt im Southwark. Als das Geschäft sich ausdehnte, verlegte er es nach dem Hauptquartier des Londoner Geigenhandels, der Wardour Street. Obwohl seine Geschicklichkeit im Geigenmachen Anerkennung fand, machte er doch sehr schnell — wie so viele neuere Meister — die Erfahrung, dass Musiker und Liebhaber der besten neuen Arbeit jede beliebige Geige vorziehen, wenn sie nur alt ist und italienisch aussieht. Er verlegte sich daher von Anfang an hauptsächlich auf die Wiederherstellung und den Handel mit alten Geigen. Auf diesem Gebiete hat er dann, Dank seinem Scharfblick und einer seltenen Kennerschaft, ausserordentliche Erfolge erzielt. Dass er aber auch im Neubau etwas zu leisten im Stande war, hat er nicht nur in seiner Jugend schon, sondern noch 1862 bewiesen, da er ein Meisterwerk ausstellte, um der Welt zu zeigen, dass das Geigenmachen in England noch nicht ausgestorben sei. Auch seine vier Söhne erzog er zu tüchtigen Geigenmachern heran, nahm sie in sein Geschäft als Theilhaber auf und überliess es ihnen ganz, nachdem es in die New Bond Street verlegt worden war. Er zog sich auf seine Besitzung in Hanwell zurück und arbeitete hier
16*) Wenn Einzelne auf seinen Zetteln die Zahl 1741 gelesen haben wollen, dann haben sie eben eine 7 für eine 4 angesehen.

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