Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 313

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

16 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 291. See the scan on archive.org.

1Hörning, Woldemar. — Chemnitz. Geb. 21. Nov. 1857 in Arnsfeld bei Annaberg i. Erzg.
2Ein tüchtiger Cellist, Mitglied des städt. Orchesters, der sich aus Liebhaberei mit dem Geigenmachen beschäftigt hat und zwar mit solchem Erfolge, dass ihm ein Nebenerwerb dadurch entstanden ist. Er besitzt theoretische Kenntnisse und wird als Reparateur gelobt.
4Hoes (Hös), Anton. — Prag. 1682. 1707.
5Wahrscheinlich ein Bruder von Rudolf H. in München. Der Prager Bildhauer Joh. Malicky besass 1794 eine von ihm gemachte Viola d’amore, im Stift Ossegg befindet sich noch jetzt eine Laute von ihm aus dem Jahre 1707 (Kat.-No. 19).
7Höss, Rudolph. — München. 1680. 1739.
8Hoflautenmacher, der unter Max Emanuel und Carl Albert arbeitete. In den bayr. Hofzahlamtsrechnungen lässt er sich nur von 1696 bis 1704 verfolgen, doch giebt es Violen von ihm mit der Jahreszahl 1682, und das Münchener Nationalmuseum besitzt eine Basslaute mit seinem Zettel von 1739. Ein Diskant Quinton (1708) ist in Berlin in der Kgl. Sammlung alter Mus.-Instr., und eine Viola da Gamba vor 1696 im Fürstl. Hohenzollern’schen Museum in Sigmaringen. Er arbeitete sehr sorgfältig, verwendete gutes Holz und hatte ein dem Stainer ähnliches Modell. Seine Decken sind manchmal etwas zu dünn ausgearbeitet, der Lack ist hellbraun oder kastanienbraun, ohne besonderes Feuer. Bei seinen Violen findet man meist schlangenförmige Schalllöcher. Seine Schnecken sind schwungvoll, dagegen die häufig vorkommenden Enkelsköpfchen (mit verbundenen Augen) oder Teufelsfratzen mit eingesetzten Edelsteinen an Stelle der Augen nicht sehr geschickt geschnitten. Eine Viola Pomposa von ihm aus dem Jahre 1709 besitzt C. Claudius in Malmö. Die Sammlung Crosby Brown in New-York besitzt eine kleine, aus der Sammlung Bricqueville stammende Tenorviole von ihm. Der Katalog nennt ihn mit Hinweglassung des eigentlichen Familienamens und die Abkürzung Churf. missverstehend «Rudolph Churst!». one of two readings
9Hoflautenmacher, der unter Max Emanuel und Carl Albert arbeitete. In den bayr. Hofzahlamtsrechnungen lässt er sich nur von 1696 bis 1704 verfolgen, doch giebt es Violen von ihm mit der Jahreszahl 1682, und das Münchener Nationalmuseum besitzt eine Basslaute mit seinem Zettel von 1739. Ein Diskant Quinton (1708) ist in Berlin in der Kgl. Sammlung alter Mus.-Instr., und eine Viola da Gamba vor 1696 im Fürstl. Hohenzollern’schen Museum in Sigmaringen. Er arbeitete sehr sorgfältig, verwendete gutes Holz und hatte ein dem Stainer ähnliches Modell. Seine Decken sind manchmal etwas zu dünn ausgearbeitet, der Lack ist hellbraun oder kastanienbraun, ohne besonderes Feuer. Bei seinen Violen findet man meist schlangenförmige Schalllöcher. Seine Schnecken sind schwungvoll, dagegen die häufig vorkommenden Enkelsköpfchen (mit verbundenen Augen) oder Teufelsfratzen mit eingesetzten Edelsteinen an Stelle der Augen nicht sehr geschickt geschnitten. Eine Viola Pomposa von ihm aus dem Jahre 1709 besitzt C. Claudius in Malmö. Die Sammlung Crosby Brown in New-York besitzt eine kleine, aus der Sammlung Bricqueville stammende Tenorviole von ihm. Der Katalog nennt ihn mit Hinweglassung des eigentlichen Familienamens und die Abkürzung Churf. missverstehend »Rudolph Churst!«. one of two readings
11Rudolph Höss / Ihro Churvorstlichen Durchl. Hof-Lauten- und Geigenmacher in München / Anno 1682
13Antonius Hös / Lauten und Geigenmacher in der Alten Stadt Prag A. 1707
15Diskant-Quinton von Höss (aus der Kgl. Sammlung alter Musikinstrumente in Berlin).

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