Scan 330
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Hulskamp, G. H. — New-York. 1862.
2Ein geborener Westfale, der nach Amerika auswanderte. Er construirte eine der Sprenger'schen Tonschraube ähnliche Spannungsvorrichtung im inneren Körper der Violine, veränderte auch die Form so, dass die Geige wie eine Schachtel aussah. Der Ton wurde dadurch aber nicht verbessert. Statt der F-Löcher brachte er in der Mitte der Geige ein rundes Schallloch an.
4Hume, Richard. — Edinburg. 1535.
5Einer der ältesten — wenn nicht der älteste bekannte englische Violenmacher. Er lebte zwar in Schottland, wo er zu grossem Ansehen gekommen war, wird aber ausdrücklich als Engländer bezeichnet. Eine Eintragung von 1535 sagt: «Item to the Kingis Grace to Richard Hume. Inglismanne, guhilk suld mak violis to the Kingis Grace, to by stuffe for the samin, XX lib.»
7Hamel, Claude. — Mirecourt. 1820.
8Geschickter Guitarrenmacher, Grossvater (mütterl.) von Delanoy in Bordeaux.
10Hummel (Hamel), Christian. — Nürnberg. 1709. 1710.
11Vielleicht ein Sohn von Math. H. — Auch ein Michael H. (Hümmel) soll um die gleiche Zeit hier oder in Augsburg gelebt haben.
13Hummel, Matthias. — Nürnberg. 1694. 1701.
14Ein seiner Zeit berühmter Lauten- und Geigenmacher. Seine Instrumente zeichnen sich auch äusserlich durch reiche Einlagen im Geschmacke Joach. Tielke's aus. Sein bester Schüler war Schelle. Eine Viola di Gamba von 1701 von ihm besitzt P. de Wit in Leipzig; in einer italienischen Laute im Germ. Museum in Nürnberg ist sein Reparatur-Zettel:
16Matthias Hummel
17Lauten und Geigenmacher
18in Nürnberg
19Anno 1701.
21Matthias Hummel Lauten und Geigenmacher
22Anno 1695 zugericht.
24Hummel, (Mathias) Matthäus I. — Augsburg. 1634, † um 1670.
25Wohl ein Verwandter des gleichnamigen Nürnbergers Meisters. Er war der Schwiegervater Thom. Edlinger's und wird allerdings als «Tischler» bezeichnet. Da die Lauten- und Geigenmacher in Augsburg aber der Tischlerzunft eingeordnet waren, so besteht doch die Wahrscheinlichkeit, dass er thatsächlich nur Lautenmacher war, da auch sein Sohn Lautenmacher wurde. Er hatte am 14. Mai 1634 die Erlaubniss zum Heirathen erhalten. Da seinem abwesenden Sohn am 18. October 1670 Erbschaftspfleger ernannt wurden*), dürfte er um diese Zeit gestorben sein. Eine Taschengeige von ihm befindet sich in Berlin (Sammlung Snoeck No. 458).
27Hummel, Matthäus II. — Augsburg. Geb. um 1640. 1676.
28Sohn von Matth. H. I. Er wird ausdrücklich als Lautenmacher bezeichnet und war jedenfalls von 1670—1676 in der Fremde. Am 27. Juni 1676 erschien er am Pflegschaftsamt und erklärte, dass er sein vom 18. October 1670 an verwaltetes Vermögen richtig erhalten habe. Auch ein Michael Hummel (Hümmel) kommt um 1700—1710 vor, der fünf- und sechssaitige Gamben gemacht hat.
30*) Darunter Thom. Edlinger.
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