Scan 343
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Kässler s. Kessler.
2Kaiser, Martino. — Venedig. 1609. 1632.
3Vielleicht ein Schüler Tieffenbrucker's oder Hieber's und sicher, wie diese, deutscher Abstammung. Eine Archilaute von ihm besitzt das Museum des Pariser Conservatoriums und eine reicheingelegte Theorbe die Kgl. Sammlung alter Musikinstrumente in Berlin (No. 716). An dieser ist die Jahreszahl 1632 um so bemerkenswerther, als Brossard behauptet, dass der Gambist Hotterre die Theorbe erst 1750 erfunden habe. Ein Violoncello mit der angeblichen Jahreszahl 1679 besitzt die Sammlung Correr in Venedig.
5Kalbsaug, Eberhart. — Nürnberg. 1433.
6In Urkunden, die im k. Kreisarchiv zu Nürnberg aufbewahrt sind, wird er ausdrücklich als Lautenmacher bezeichnet.
8Kalies, Johann Heinrich. — Lübeck. Geb. 1767, † 11. Juni 1814.
9Er stammte aus Wesloe bei Lübeck und war ein guter „Violinenmacher“. Er verheirathete sich am 17. October 1805 mit Elsabe Marg. Behrotter (geb. 1779), mit der er nur eine Tochter Marg. Elisabeth hatte, die aber schon am 15. Juni 1808, erst 16 Wochen alt, starb. Seine Wittwe heirathete den Geigenmacher Hüttel, der dann sein Nachfolger wurde.
11Kanigowski, Friederich. — Warschau. 1840. 1850.
12Polnischer Geigen- und Bogenmacher, dessen Arbeiten manchmal an die französische Schule erinnern.
14Kannich, Michal. — Warschau. 1880.
15Seine Geigen sind ohne Eigenart und scheinen fabrikmässig hergestellt zu sein. Später soll ein Wilhelm Kannich das Geschäft fortgeführt haben.
17Kapralik s. Berger-Kapralik.
18Kapsperger, Joh. Hieronymus. — Rom. XVII. Jahrh.
19Nach P. Ath. Kircher der Erfinder der Theorbe*). Valdrighi führt ihn als Lautenmacher auf (1598) und vergleicht seine Arbeit mit der von Matteo Sellas. Mir ist er nur als Componist und Virtuose auf der Theorbe, Laute, Guitarre und Trompete bekannt. Vgl. Ambros, Gesch. der Musik. B. IV, S. 125 ff.
21Karest, Josse (Goswin). — Antwerpen. Geb. in Köln vor 1500, † nach 1558.
22Er stammte aus einer kölnischen Familie und war der Sohn des Jan Karest**).
24*) „Hoc instrumentum primus deinde excoluit clarissimus Hieronymus Capsperger, Nobilis Germanus et ad eam perfectionem perduxit, ut hoc tempore merito reliquis instrumentis palmam praeripuisse videatur, etc. etc.“
25**) In Köln kommt noch 1550 ein Musikinstrumentenmacher Claes Karest vor, von dem ich nur ein Spinett kenne:
27Claes Karest de Colonia fecit 1550
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