Scan 364
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Koch, Heinrich Christoph. — Rudolstadt. Geb. 10. October 1749, † 19. März 1816.
2Er war ein Sohn des fürstlichen Lakais und Kammermusikers Joh. Nikol. K. und ward ebenfalls fürstlicher Kammermusiker. Die Berliner kgl. Sammlung alter Musikinstrumente besitzt eine Guitarre in Lyraform von ihm (No. 655); die dort gelesene Jahreszahl 1829 ist aber falsch, da Koch schon 1816 an „Entkräftung“ (Altersschwäche) gestorben war.
4Koch, Georg. — Hamburg. 1771.
5Vielleicht ein Sohn von Johann I. K. Er war Instrumentenmacher und wurde am 25. Januar 1771 Bürger.
7Koch, Johann I. — Hamburg. 1737.
8Man weiss von ihm nur, dass er Instrumentenmacher war und am 7. Juni 1737 Bürger wurde.
10Koch, Johann II. — Hamburg. 1767.
11Er dürfte gleichfalls ein Sohn von Johann I. K. gewesen sein. Auch von ihm weiss man nur, dass er als „Instrumentenmacher“ am 12. Juni 1767 zum Bürger aufgenommen wurde.
13Kochem s. Bochem.
15Kochendörfer, Friedrich. — Stuttgart. Geb. in Stuttgart 15. Juli 1873.
16Schüler der Geigenmacherschule von Schünemann. Nach einer fünfjährigen Studien- und Wanderzeit liess er sich 1895 in Stuttgart als Geigenmacher nieder und wurde des Zithermachers A. F. Kochendörfer Nachfolger. Er macht vornehmlich Streichinstrumente nach Stradivari, Guarneri und Maggini und eine Viola nach eigenem Modell, wobei er das Verhältniss des Halses zum Körper so einrichtet, dass ein voller Ton erzielt wird, ohne dass weite Griffe nötig wären. Sein Lack ist rothgelb. Auf der Stuttgarter Kunstausstellung 1896 erhielt er eine silberne Medaille.
18FRIEDRICH KOCHENDÖRFER
19GEIGENMACHER — STUTTGART 1896
21FRIEDRICH KOCHENDÖRFER
22ATELIER FÜR GEIGENBAU.
23STUTTGART 1901
25Koded, Joseph. — Schweidnitz. Geb. 1783 in Liebau i./Schl. 1825.
26Er kam um 1810 nach Schweidnitz und trat in Arbeit bei der Wittwe des Instrumentenmachers Fiebig, die er 1812 heirathete. Im selben Jahre am 19. September erwarb er das Bürgerrecht in Schweidnitz. Wann und wo er gestorben ist, liess sich nicht feststellen. Seine Geigen sind leidlich gut. Seine Modelle haben keinen bestimmten Charakter.
28Jos. Koded in Schweidnitz 1825
30Kögl, Balthasar. — Prag. 1628. 1630.
31Ein Lauten- und Geigenmacher, der aus dem Augsburgischen, wahrscheinlich aus Füssen nach Prag eingewandert war und im November 1628 das Bürgerrecht in der Prager Altstadt erwarb. Seine Gattin hiess Ludmila; 1630 kaufte er ein Haus. Die wenigen Violen und Gamben, die man ihm zuschreibt, zeigen
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- Koch, Heinrich Christoph
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- Koded, Joseph
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