Scan 366
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
28 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 344. See the scan on archive.org.
1Köhler, Johann Christian. — Frankfurt a. M. Geb. 31. Juli 1714 in Rosenburg (Preussen), † nach 1760.
2Ursprünglich ein Lautenmacher, der sich später ganz auf den Orgelbau verlegte. Er heirathete 1740 die Wittwe des Darmstädter Orgelmachers Weegmann und lebte dann in Frankfurt als Beisasse, bis er 1753 als Orgelmacher das Bürgerrecht erhielt. Er war damals Hessen-Darmstädtischer und Nassau-Usingen’scher Orgelmacher. Bei seiner Aufnahme verpflichtete er sich, dem Frankfurter Armenhause eine Orgel von 15 Registern zu machen und Zeit seines Lebens kostenlos zu unterhalten. Eine theorbirte Laute von 1759 in Frankfurt.
4Koeller van den Akker besitzt in Brüssel eine Geigenmacherwerkstatt.
6Köllmer, Georg Nikolaus. — Crawinkel (bei Ohrdruf). Geb. 19. Aug. 1775, † nach 1840.
7Schüler (vielleicht auch Sohn) von Johann Valentin K. Der geschickteste Geigenmacher aus seiner Familie und in seinem Wohnorte. Er muss in guten Werkstätten gearbeitet haben; seine Geigen sind italienischen Vorbildern nicht ungeschickt nachgeahmt, sorgfältig durchgeführt und klingen gut. Er ist kinderlos gestorben.
9Köllmer, Johann Friedrich. — Crawinkel. 1760. 1770.
10Vielleicht der Stammvater der Familie. Er stand bei den Musikern in der näheren Umgebung seiner Heimat als geschickter Geigenmacher in gutem Ansehen. Sein Modell ist jedoch weder in den Verhältnissen richtig noch elegant in der Form.
12Köllmer, Johann Michael. — Crawinkel. 1770.
13Jüngerer Bruder von Johann Friedrich K., der aus der gleichen Schule hervorgegangen sein muss und wahrscheinlich mit seinem Bruder gemeinsam gearbeitet hat.
15Köllmer, Johann Nikolaus. — Crawinkel. Geb. 24. Februar 1794, † nach 1845.
16Vielleicht ein Sohn Johann Michael Köllmer’s. Er strebte darnach, die in Crawinkel hergebrachten Modelle zu verbessern, und besass eine gewisse Handgeschicklichkeit. Er ist kinderlos verstorben.
18Köllmer, Johann Valentin. — Crawinkel. 1784.
19Dieses Mitglied der Familie Köllmer ist bisher nur durch ein in der kgl. Sammlung alter Musikinstrumente in Berlin aufbewahrtes Violoncello (No. 833) bekannt geworden. Dieses zeigt die charakteristischen Umrisslinien der Crawinkeler Schule, unförmlichen Oberkörper und sehr spitze Ecken. Dass die Wirbelmechanik von Köllmer selbst herrührt, erscheint mir unglaublich.
21Johann Valentin Köllmer
22Violinmacher in Crawinkel 1784.
24König, Andreas, lebt als Geigenmacher in Schönbach b./E.
26König, Hermann J. — New-York. Geb. in Schöneck 1830, † 16. März 1890 in New-York.
27Schüler seines Schwagers Ernst Wilhelm Neumärker in Schöneck, bei dem er von 1845—1849 lernte. Er arbeitete hierauf 5 Jahre bei Diehl in Hamburg und in Bremen und ging 1857 nach Amerika, wo er als tüchtiger Geigenmacher zu Ansehen kam. Auch seine beiden Söhne waren Schüler von Neumärker. Louis, der ältere davon, starb jedoch schon 1894 an der Schwindsucht.
Makers on this page
The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.