Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 390

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

22 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 368. See the scan on archive.org.

1Laurentius Papiensis s. Lorenzo.
2Lauriol, ein guter französischer Geigenmacher, der im XIX. Jahrhundert in Bordeaux wohnte.
3Lauro, Antonio. — Rom. 1608. 1610.
4Er wird in einer Urkunde als «Antonio Lauro liutaro al Pasquino» bezeichnet und dürfte ein Deutscher oder ein Flamänder gewesen sein.
5Lavazza, Antonio Maria. — Mailand. 1703. 1708.
6Seine Arbeit ist recht gut, ebenso der dicke, röthliche Lack. In der Wölbung erinnern seine Geigen, die übrigens nur selten vorkommen, an das Stradivari-Modell. — Lacasso für Lavazza zu lesen, ist falsch. Er soll übrigens schon 1674 vorkommen.
7Lavazza, Santino. — Mailand. 1718 (?). 1780 (?).
8Wahrscheinlich ein Sohn von Ant. M. L. Violinen mit seinem Namen und der Jahreszahl 1780 kommen vor; 1718 scheint nur durch Nachmalen der verbliebenen Ziffer 1778 entstanden zu sein, wenn man nicht annehmen will, dass es zwei gleichnamige Meister gegeben hat. Dafür spricht eine Geige von 1634 auf dem Chore zu St. Veit in Prag.
9Lavinville. — Paris. 1777.
10Nur als Lauten- und Mandolinenmacher bekannt, als solcher Lieferant des Herzogs von Chartres.
11Lazzaretti, Francesco, eröffnete 1852 seine noch bestehende Geigenmacherwerkstatt in Vicenza.
12Le Blanc, Charles*). — Mirecourt. 1819. 1820.
13Vielleicht ein Sohn von Claude Leblanc. Kein hervorragender Meister, aber sauber in seiner Arbeit. Er ahmte das Stradivari-Modell im Allgemeinen nach und hatte dunkelrothen oder braunen Lack. Der Ton seiner Geigen ist hell und scharf. Er führte die nebenstehende Brandmarke:
14Leblanc, Claude. — Mirecourt. 1795.
15Seine Arbeiten zeigen den damals gewöhnlichen Mirecourter Stil; das Holz ist leidlich gut, der Lack dünn und braun.
16Le Blond, G. — Dünkirchen. 1779. 1789.
17Seine Geigen sind nicht ohne eine gewisse Originalität; Boden und Decke springen nicht vor, das Holz ist gut und der Lack von gelber Farbe; auch seine Lauten und Guitarren sind interessant. Eine Viola von ihm besitzt die Sammlung Snoeck (No. 467, jetzt in Berlin) neben zwei französischen Guitarren, eine ebensolche Guitarre von birnförmigem Zuschnitt das Museum des Brüsseler Conservatoriums (No. 256).
18Le Boussu s. Boussu.
19Lebreton, Guillaume. — Caen, Rouen. 1824.
20Geboren in Caen. Bildete sich ohne Lehrer zu einem geschickten Geigen-
21*) Urgrossvater (mütterl.) von Blanchard in Lyon.

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