Scan 403
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Liebich, Ernst II. — Breslau. Geb. 1830, † 1884.
2Sohn, Schüler und Nachfolger von Ernst I. L. In seiner Arbeit kommt er seinem Vater recht nahe.
4Liebich, Ernst III. — Breslau. Geb. in Breslau 25. Mai 1862.
5Sohn und Schüler von Ernst II. L. Als Gehilfe arbeitete er u. A. bei D. Bittner und Voigt in Wien und übernahm nach dem Tode seines Vaters das Geschäft in Breslau. Er arbeitet recht gut nach den berühmten Meistern, verwendet auch ein eigenes Modell und gebraucht Spirituslack. Für seine Arbeiten erhielt er die preussische silberne Staatsmedaille und verschiedene Ausstellungsmedaillen. Er ist Hof-Instrumentenmacher des Herzogs von Coburg-Gotha und beeideter Sachverständiger.
7Liebich, Gottlieb. — Hermsdorf. XVIII. Jahrh.
8Sein Modell erinnert in mancher Hinsicht an Stainer; der Lack ist dunkel und unscheinbar, das Deckenholz aber meist recht gut.
10Liebich, Johann Gottfried. — Breslau.
11Geb. um 1755, † 1824.
12Er entstammte nachweislich einer Geigenmacherfamilie und war vielleicht der Sohn von Gottlieb L. Um 1790 liess er sich in Breslau nieder und begründete dort sein noch heute bestehendes Geschäft. Seine Arbeit ist gut und erinnert theils an die Prager und theils an die Vogtländer Schule.
14Liebig (Liebich), Johann Gottlieb (Gottlob). — Hamburg.
15Ein Instrumentenmacher, der am 21. Oct. 1791 Bürger wurde. Er gehörte wahrscheinlich zur Breslauer Familie und scheint auch wieder dorthin gezogen zu sein, denn Fr. Meisel in Breslau besitzt ein Instrument von ihm mit dem Zettel:
17Liebl, Johann. — Griesbach (Rotthal). Geb. 1770, † 28. Febr. 1840.
18Braver Geigen- und Zithermacher, dessen Arbeit an die Mittenwalder Schule erinnert. Eine Zither von ihm befindet sich in der Sammlung Snoeck (jetzt in Berlin). Der wohl schwer leserliche Zettel wurde von Snoeck allerdings stark missverstanden: statt Liebl las er lion und die Abkürzung burgl. für »bürgerlicher« (Geigenmacher) als Eigenname »Burgle«.
20Liebl, A. — Griesbach (Rotthal). Geb. in Griesbach 1867.
21Schüler seines Vaters Joh. Nep. L. Machte sich 1882 selbstständig und übernahm 1899 das väterliche Geschäft. Er ist Geigenmacher und Reparateur und verwendet seiner Aussage nach »Cremoneser« Lack.
23Liebl, Johann Nep. — Griesbach (Rotthal). Geb. 1811, † 22. Oct. 1889.
24Schüler seines Vaters Johann und dessen Nachfolger und gleich diesem ein braver Geigen- und Zithermacher.
26Liebl. — Thann. 1840.
27Ein Musiker, der sich auch mit dem Ausbessern alter Geigen abgab.
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