Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 461

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

17 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 439. See the scan on archive.org.

1Monk, John King. — Merton. Lewisham. Geb. 22. Jan. 1846.
2In seiner Jugend erhielt er die ersten Unterweisungen im Geigenmachen von Batho und bildete sich durch das Studium theoretischer Werke selbstständig weiter. Im Jahre 1886 machte er seine erste Geige nach den von Otto aufgestellten Grundsätzen. Er ahmte zuerst das Stradivari-Modell nach, änderte aber dann nach seinen eigenen Berechnungen die Umrisse und die F-Löcher. Er hat seitdem über 100 Geigen gemacht, zahlreiche reparirt und arbeitet ungemein sauber und künstlerisch. Er verwendet einen Oellack von verschiedener Farbe, goldgelb bis dunkelroth, den er selbst zusammensetzt. Eine Eigenthümlichkeit seiner Geigen ist ein dreifacher Bassbalken, der in arithmetischer Progression unter dem Steg angebracht ist. Er ist auch ein geschickter Musiker und hat eine Reihe sehr ansprechender Musikstücke komponirt. Er liess sich zuerst in Merton S. W. nieder und siedelte dann nach Lewisham S. E. über. Seine Biographie veröffentlichte Meredith-Morris in 'The Strad' 1899 No. 113.
4J. K. Monk
5MAKER
6MERTON SURREY S. W.
7Nro. …………. 189.
9Montada, Gregorio. — Cremona. 1690. 1735.
10Er nannte sich einen Schüler Stradivari's, den er nicht ungeschickt nachahmte; er soll übrigens nur Omobono Stradivari's Gehilfe gewesen sein. Sein Name kommt in allen möglichen Entstellungen in der Literatur vor, so Mondada, Montade, Montaldi etc., sogar Montani, auch bei Vidal schwankt die Schreibung, trotzdem er vorher den Namen richtig angiebt.
12Gregorio Montade
13Cremonensis 16..
15Montagnana, Domenico. — Venedig. Geb. um 1690, † um 1750.
16Obwohl er ein Meister ersten Ranges war, ist über sein Leben nur wenig bekannt. In Venedig ist er vor 1721 bisher nicht nachweisbar gewesen. Seiner Arbeit nach muss er der Cremoneser Schule beigezählt werden. Einige nennen ihn einen Schüler Nicolaus Amati's und einen Mitschüler A. Stradivari's, Andere dagegen lassen ihn einen Schüler von Stradivari selbst sein. Wahrscheinlich hat er bei Amati begonnen und dann Jahre lang bei Stradivari gearbeitet; seine Violinen zeigen den Einfluss Stradivari's in unverkennbarer Weise, doch wusste er ihnen immerhin noch ein eigenes Gepräge zu geben. Er bevorzugte ein grosses Patron; die Wölbung und die Dicke des Holzes entsprechen dem ersten Stradivari-Modell, weshalb viele seiner Arbeiten jetzt mit Stradivari's Zettel im Verkehr sind. Das ist auch der Gruund, warum man nur wenige Werke von ihm nachweisen kann. Das Holz ist sorgfältig gewählt, die Ausführung tadellos, Schnecke und F-Löcher von schönem Schwung. Die letzteren sind denen von Guarneri nicht unähnlich, während sein Lack von schöner goldrother Farbe eher an Carlo Bergonzi erinnert. Der Ton seiner Geigen ist wundervoll, und man schätzt M. richtig, wenn man ihm einen Platz neben Stradivari, Guarneri und Bergonzi anweist. Er hat auch vorzügliche Violoncelli gemacht und selbst Bässe; einen solchen besitzt u. A. das Pariser Conservatorium. Er führte das Schild 'sub signum Cremonae' und war von grossem Einfluss auf die Venezianer Schule. Seine Arbeiten steigen jetzt fortwährend im Preise und sind schwer zu bekommen; der unten folgende Zettel stammt aus dem Jahre 1729; aus dem Jahre 1730 wird ein Zettel mit dem sonderbaren Wortlaut: 'Dominicus Montagnana sub signo in ab prope Oenipontum fecit 1730' mitgetheilt. Man erkennt sofort, dass hier aus zwei Zetteln ein Machwerk ge-

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