Scan 477
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Noebe*), Louis. — Homburg v. d. H. Geb. 1844 in Mecklenburg-Schwerin.
2Von Hause aus Musiker, begründete er 1865 ein Geigenmachergeschäft, das sich eines guten Rufs erfreut. Mehrere von ihm gemachte Erfindungen, so ein »Inductions balken«, scheinen sich nicht dauernd bewährt zu haben.
4Nölck, Joachim Friedrich. — Lübeck. 1799. 1802.
5Er erwarb 1799 als Instrumenten-, Orgel- und Klaviermacher das Bürgerrecht. 1802 am 19. Juni kündigt er in den Lüb. Anz. an: »… zugleich empfehle ich mich mit Verfertigung aller anderen Arten von Orgeln und Saiteninstrumenten wie auch Stimmen derselben.« Er ward später Sargträger an St. Petri, machte aber auch als solcher noch Orgeln.
7Nona, Francesco della. — Rom. 1610. 1612.
8Trotz des italienisch klingenden Namens wird er als Franzose bezeichnet und war vorzugsweise Clavicymbelmacher. Eine Theorbe mit reichgeschnitztem Hals mit seinem Namen soll Fürst Yussupow besessen haben.
10Norberg, J. — Torpshammer. Vesternorrlands län, Schweden. 1897.
11Von Beruf Photograph, macht er »Hausfleiss-Violen und -Guitarren« und hat solche 1897 in Stockholm ausgestellt gehabt.
13Norborn (Nordborn), John. — London. 1723.
14Sichere Arbeiten von ihm kennt man nicht.
16Norman, Barak. — London. Geb. um 1688, † 1740.
17Wahrscheinlich ein Schüler von Th. Urquhart, an den seine frühesten Arbeiten erinnern. Einer der berühmtesten Geigen- und Lautenmacher der altenglischen Schule, dessen Violen, Theorben und Lauten die Hand eines Meisters verrathen. Im Jahre 1715 war er mit Nathaniel Cross verbunden. Er wählte feines Holz, der Lack ist gut, nur etwas dunkel, und seine Geigeninstrumente haben manche Verwandtschaft mit denen der Brescianer Schule. Ausser seinem Zettel findet man manchmal auch sein Monogramm an der Aussenseite des Bodens. Er soll der erste Engländer sein, der ein Violoncello gemacht hat. Violinen von ihm kennt man bis heute nicht. Drei Bassviolen waren 1872 im South Kens.-Mus. ausgestellt. Die F-Löcher in seinen Altviolen zeigen noch die alte Schlangenform. Er hielt darauf, dass nur die Arbeiten, die er allein gemacht hatte, seinen Namen trugen, oder er bemerkte ausdrücklich, welche Theile von ihm herrührten. Eine Bassviola im Pariser Conservatorium (No. 173) dürfte von ihm gemacht sein. Eine Viola da Gamba von sorgfältiger Arbeit, hübsch eingelegt, befindet sich in Berlin, kgl. Samml. No. 826.
19Viola da Gamba von Barak Norman, (Kgl. Sammlung alter Musikinstrumente in Berlin.)
21Barak Norman at the Bass Viol in Saint Paul's Alley, London, fecit 1690
23Barak Norman and Nathaniel Cross at the Bass Viol in St. Paul's Church Yard London fecit 172.
25*) 1796 lebte in Dresden ein Harmonikamacher gleichen Namens.
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