Scan 532
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Prüller, Lorenz, gehörte der Zunft um 1826 bereits an.
2Prüller, Wenzl. Geb. um 1800, † 1880.
3Puchler (Puechler, Püchler), Marzell. — Salzburg. 1601.
4Vermuthlich der Vater Marsell Pichlers in Hallein (s. d.) Eine grosse Viola von ihm, an die Brescianer Schule erinnernd, hochgewölbt mit gelbbraunem Lack, befindet sich in Prag.
6Pürtzel (Pirtzl), Adam. — Prag (Kleinseite). 1692, † um 1699.
7Geb. in Schlaggenwald (Böhmen), erlangte zwischen 1692—1696 das Bürgerrecht und war seit 1696 mit Anna Marie Schweller aus Aussig verheirathet. Da seine Wittwe schon am 6. Juni 1700 den Lauten- und Geigenmacher Seb. Rauch heirathete, dürfte er 1699 gestorben sein.
9Puppati, Dr. Francesco. — Udine. Geb. 31. October 1838 in Udine.
10Er ist von Beruf Jurist (Notar) und als Dilettant Virtuose auf der Geige. Ein begeisterter Verehrer der classischen Meisterwerke der Cremoneser Schule, begann er nach gründlichen Vorstudien um 1880 selbst Geigen zu machen, und zwar, wie behauptet wird, mit solchem Erfolge, dass die ersten Künstler und Kenner, wie Camillo Sivori, der Herzog von Campo Selice, Johann Wolf, Marco Sarti u. v. A. seinen Geigen die trefflichsten Eigenschaften nachrühmen, sie den Cremonesern sowohl in Bezug auf den Adel des Tons als auf den herrlichen Lack gleichstellen und sie, was die Tonstärke anbelangt, sogar vorziehen sollen(?) Er hat ein eigenes Modell, das dem des Stradivari ziemlich ähnlich ist.
12Pupunat, François-Marie. — Lausanne. 1844, † vor 1870.
13Er war ursprünglich Tischler und entwickelte sich zu einem geschickten Geigenmacher. Sehr saubere Arbeit; dunkelgelber Spirituslack. Verschiedene Modelle. Eine gute Geige von ihm befindet sich im Museum des Pariser Conservatoriums (No. 1014).
15Purdy. — London. 1851.
16Er soll eine Zeit lang mit Fendt zusammen gearbeitet haben. In einem Contrabass fand ich auch die Firma Purdy & Fendt. 1851 erhielt er eine Ausstellungsmedaille. Seine Arbeit wird gelobt; er verwendete einen guten Kopallack.
18Purkholtzer (Burkholtzer), Hans. — Füssen. 1596.
19In den Sammlungen des A. H. Kaiserh. in Wien befindet sich eine theorbirte Laute von ihm, die auf dem Rücken 21 Elfenbeinrippen zeigt. Das Griffbrett ist 330 mm lang, 75—107 mm breit, mit acht mobilen Saitenbünden, 11 doppelchorigen Saiten und zwei Sangsaiten. An der Unterseite des Griffbrettes befindet sich ein durchbrochenes Rankenwerk aus Elfenbein mit dem Monogramm M W (eines Besitzers? vielleicht M. Welser's?). Die Gesamnthöhe beträgt 874 mm. Im Innern zwei Zettel: der des Verfertigers und der Thom. Edlinger's, der die Laute im Jahre 1705 ausgebessert hat.
21Quinerius. Hieronimus.
22In einigen älteren Geigen findet man Zettel mit dem Namen: «Hieronimus Quinerius Cremona Anno 1692», — ein Beweis, dass der Geigenschwindel und die Fälschung der Zettel auch früher schon in plumpester Form im Schwange waren.
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- Prüller, Lorenz
- Prüller, Wenzl
- Puchler, Marzell
- Pürtzel, Adam
- Puppati, Dr. Francesco
- Purkholtzer, Hans
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