Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 535

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

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1Railich, Giovanni. — Padua. XVII. Jahrh.
2Jedenfalls ein Verwandter von Pietro R. Von ihm dürfte eine Calascione in der Sammlung Correr in Venedig herrühren.
4Railich, Pietro. — Venedig, Padua. 1644. 1655.
5Wahrscheinlich einer slavisch-venezianischen Familie entstammend, finden wir ihn zuerst in Venedig und später in Padua. Eine Laute von ihm, aus Venedig datirt (später [1695] von Matth. Hummel „zugericht“), besitzt das Germanische Museum in Nürnberg; eine andere (aus Padua) befindet sich im grossh. Museum in Darmstadt (No. 482); eine kleine spanische Guitarre besitzt die Sammlung der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien (No. 35).
7Pietro Railich
8alla Givia Venetia 1644
10Pietro Railich
11Al Santo in Padova 1655
13Rakeman, Nicolas. — Brügge. 1449. 1515.
14Er wird in den Archivalien als „maistre Nicolas Rakeman lutemakere“ bezeichnet.
16Rakowski, A. — Paris. 1834.
17Ein in Paris ansässiger Bogenmacher, dem Namen nach ein Pole.
19Rambaux, Claude Victor. — Paris. Geb. in Darney (Vogesen) am 25. Febr. 1806, † am 25. Juni 1871 in Mirecourt.
20Einer alten Geigenmacherfamilie entstammend, kam er mit seinen Eltern bald nach seiner Geburt nach Mirecourt, wo er im Alter von 14 Jahren bei L. Moitessier in die Lehre trat. Von 1824—1827 arbeitete er bei Thibout in Caen, wendete sich dann nach Paris und trat am 22. August 1827 bei Gand (Vater) ein. Bei diesem reifte er zum Künstler heran, so dass er bald erster Gehilfe wurde. Er blieb bei Gand bis 1838 und eröffnete am 7. Juni 1838 im Faubourg Poissonnière No. 18 seine eigene Werkstatt. Dass er neben Lupot, Pique, Gand, Bernardel und Vuillaume schnell zu grossem Ansehen gelangte, beweist am besten die Vorzüge seiner Kunst. Im Jahre 1857 gab er sein Geschäft in Paris auf und zog sich nach Mirecourt zurück, aber immer noch aus Liebhaberei fleissig schaffend. Die Nachricht, dass sein jüngerer Sohn bei Belfort gefallen sei, brach dem sonst noch so rüstigen Manne das Herz, und er überlebte den schweren Schlag nicht lange. Er war eine echte Künstler-natur, ein feiner Kenner und von nimmermüder Arbeitslust. Im Neubau leistete er Hervorragendes, doch hat er nicht allzu viele Geigen gemacht, da er namentlich als Reparateur beschäftigt wurde. Ein besonderes Geschick besass er in der Verkleinerung („récoupage“) zu grosser alter Violoncelli und Bässe. Weniger glücklich war er mit seinen Versuchen, die Wölbung, die Zargen und selbst die äussere Form der Geigen zu ändern. Erfolglos bemühte er sich auch, das Holz künstlich alt zu machen und den Ton durch Einsetzen eines doppelten Bodens zu erhöhen. Sein ihn überlebender Sohn ist nicht Geigenmacher geworden.
22Claude Victor Rambaux
23Breveté à Paris 1846. C.V.R.

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