Scan 586
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Schaller, Johann II. — Schönbach b./E. Geb. in Schönbach. 1863.
2Schüler und Gehilfe seines Vaters Josef II. Sch., dessen Geschäft er schon 1882 übernahm. Er macht zwar Streichinstrumente nach allen gangbaren Modellen und verwendet Bernstein- und Spirituslack, hauptsächlich ist er jedoch Corpusmacher und als solcher geschätzt. Auch handelt er mit Geigenholz.
4Schaller. Josef I. — Schönbach b./E. Geb. um 1806, † 1876.
5Er gehörte 1826 bereits der Geigenmacher-Innung an und soll recht tüchtig gewesen sein.
7Schaller, Josef II. — Schönbach b./E. Geb. in Schönbach 1821, † 28. Aug. 1882.
8Schüler seines Vaters Ignaz Schaller. Er verstand das Geigenmachen von Grund aus, ward als Fachmann und Kenner sehr geschätzt und viel von fremden Geigenmachern aufgesucht — so auch von Schünemann —; aber die Verhältnisse brachten es mit sich, dass er sich fast sein ganzes Leben hindurch darauf beschränken musste, nur Geigenbestandtheile anzufertigen.
10Schaller, Oswald. — Frankfurt a./O. Geb. am 6. September 1857 in Markneukirchen.
11Schüler seines Vaters Fr. W. Sch. Bevor er sich im Jahre 1881 in Frankfurt a./O. als Geigenmacher und Reparateur niederliess, arbeitete er bei Louis Otto in Düsseldorf. Seine Geigen sind nach italienischen Modellen gemacht und mit einem selbstverfertigten, durchsichtigen Oellack (meist röthlichgelb oder mahagonifarbig) überzogen. Eigenthümlich ist ihm eine innen und aussen angewandte Grundirung, die er alten Vorbildern nachahmt, und der er grosse tonbildende Kraft zuschreibt. Er ist ein Urenkel Friedr. Aug. Gläsel's.
13Schallowetz, Franz. — Brüx i./B. Geb. 13. Oct. 1858.
14Im Jahre 1884 begründete er in Brüx ein Musikinstrumentengeschäft und befasst sich auch mit der Anfertigung von Streichinstrumenten und deren Wiederherstellung.
16Schandl (Schändl), Anton. — Mittenwald. 1750. 1799.
17Jedenfalls ein Sohn von Michael Sch., an den seine Arbeit sehr erinnert.
19Schandl, Johann. — Mittenwald. 1762. 1763.
20Der Unbedeutendste aus der Familie; trotzdem kommen vereinzelt Geigen von ihm vor, die denen der Hornsteiner etc. nicht nachstehen.
22Schandl, Johann. — Stuttgart. 1880.
23Er erlernte zwar in Mittenwald die Geigenmacherei, verlegte sich aber frühzeitig fast ausschliesslich auf das Zithermachen. In seinen Anzeigen bezeichnete er jedoch seine Werkstatt ausdrücklich als "beste Reparatur-Werkstatt für Violinen etc.".
25Schandl, Michael. — Mittenwald. 1730. † 8. Dec. 1749.
26Einer der besseren Meister seiner Heimat, dessen Geigen manche originelle Züge aufweisen, wenn sie auch noch auf das Stainermodell zurückgehen. Er nimmt die Wölbung ziemlich steil ansteigend und in der Mitte flach. In der Regel ist die Decke schöner gearbeitet und weniger gewölbt als der Boden,
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