Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 60

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

23 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 38. See the scan on archive.org.

1Baur, Charles Al. — Tour, Dep. Savoi. 1789. 1810.
2Auch er gehört zu den unglücklichen Erfindern, die im Abweichen von den Formen der klassischen Meister zu Misserfolgen kommen müssen.
4Baur, Martin. — Stuttgart. Geb. 10. Oct. 1793 zu Windratzhofen (O.-A. Leutkirch in Württemberg), † um 1875.
5In seinem 18. Jahr kam er nach Stuttgart zum Militär und wurde dort der Musik als Trompeter zugeteilt. Er zeigte schon damals so viel Interesse und Talent für die Wiederinstandsetzung gebrauchter Instrumente, dass König Wilhelm I. auf ihn aufmerksam wurde und ihn 1823 auf ein Jahr zu Thumhardt nach München in die Lehre schickte. Im Jahre 1824 zurückgekehrt, gründete er das erste Instrumentengeschäft in Stuttgart, wo seit langen Jahren kein Geigenmacher mehr ansässig war. Er fand sofort als Reparateur, namentlich für das Hoftheater, ausreichende Beschäftigung und verlegte sich später auch auf den Neubau von Geigen, die er mit Sorgfalt ausführte. Auch gute Bogen gingen aus seiner Hand hervor. Im Jahre 1870 übernahm sein Sohn Adolf das Geschäft, von dem es 1873 auf A. Sprenger überging. Martin Baur arbeitete von 1870 an erst noch für seinen Sohn und dann bis zu seinem Tode mit Sprenger zusammen.
7Bausch, Ludwig Christ. Aug. — Dresden, Dessau, Leipzig und Wiesbaden. Geb. 15. Jan. 1805 zu Naumburg a. S., † 26. Mai 1871 zu Leipzig.
8Schüler von B. Fritzsche in Dresden. Hauptsächlich als Bogenmacher berühmt. Er liess sich zuerst in Dresden, später in Dessau nieder, ging dann nach Leipzig und am 1. Nov. 1861 nach Wiesbaden, wo er herzoglich nassauischer Hofinstrumentenmacher wurde. Seine Bogen sowohl als seine Stege werden noch heute als mustergültig nachgeahmt, er wurde gerne der deutsche »Tourte« genannt.
10Bausch, Ludwig d. J. — Leipzig. Geb. 10. Nov. 1826 zu Meissen, † 7. April 1871 zu Pabstdorf (bei Königstein).
11Sohn und Schüler von Ludwig B. d. Ae. Nach beendigter Lehrzeit ging er nach New-York; nach seiner Rückkehr machte er sich in Leipzig selbstständig, trat aber 1860 in das väterliche Geschäft ein.
13Bausch, Otto B. — Leipzig. Geb. 6. August 1841 zu Leipzig, † 30. Dez. 1875.
14Jüngerer Sohn und Nachfolger von Ludw. Bausch & Sohn, Schüler von Vauchel. Er übernahm 1871 nach dem Tode von Vater und Bruder das Geschäft, das nach seinem Tode auf A. Paulus, der seit 1860 Mitarbeiter der Familie Bausch war, überging.
16Bazin, Gustave. — Mirecourt. 1889. 1898.
17Sein Vater Charles B. hatte eine seit 1836 bestehende Bogenfabrik, Gustave, der Schüler von Collin-Mezin in Paris war, fügte ihr eine Geigenwerkstatt hinzu.
19Beare, Goodwin & Co. — London. 1898. 1900.
20Mit einer Geigenbau-Anstalt verbundene bekannte Handlung mit alten Instrumenten.
22Behardini s. Rehardini.

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