Scan 605
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Schuster, Georg II. — (Mark-)Neukirchen. Geb. 1719, † 19. Juni 1807 in Markneukirchen.
2Sohn, Schüler und Erbe der Werkstatt von Georg I. Sch. Auch er stand in einem gewissen Ansehen und starb in einem Alter von 88 Jahren 6 Monaten und 15 Tagen.
4Schuster, Hermann. — Warschau. 1870.
5Er schrieb seinen Namen auch in polnischer Rechtschreibung: »Herman Szuster«. Seine Arbeit sieht der der Vogtländer seiner Zeit sehr ähnlich.
7Schuster, Johann. — Wien. 1710. 1758.
8Ein Geigenmacher dieses Namens wird mehrfach erwähnt; doch scheint er das Bürgerrecht in Wien nicht erworben zu haben, und auch in den Steuerbüchern kommt er nicht vor.
10Schuster, Johann Christian. — (Mark-)Neukirchen. Geb. 13. Dec. 1753, † 13. Aug. 1820.
11Sohn von Georg II. Sch. Seine Geigen waren nicht schlecht; doch hielt auch er es für nötig, seinen Wohnort unrichtig anzugeben und sich als einen Violinmacher »aus Prag« zu bezeichnen.
13Schuster, Johann, arbeitet als Geigenmacher in Schönbach b./E.
15Schuster, Joseph I. — Schönbach b./E. 1766. 1780.
16Seine Arbeit ist sauber; er bevorzugte grosse Modelle und verwendete einen nussbraunen Lack. Er wohnte in dem Hause No. 53.
18Schuster, Josef II. — Schönbach. Geb. 1851.
19Schüler von Emanuel Hoyer. Nachdem er in verschiedenen Werkstätten als Gehilfe gearbeitet hatte, machte er sich 1877 selbstständig.
21Schuster, Joseph Anton. — Schönbach. 1778. 1780.
22Einer der besten Schönbacher Geigenmacher seiner Zeit. Seine Geigen haben vollen Ton, sind gut gemacht; nur das Holz lässt manchmal zu wünschen übrig.
24Schuster, Josef Ignaz. — Fleissen i./B. Geb. 22. April 1865.
25Schüler seines Oheims, des Bogenmachers Emanuel Schuster. Schon im Jahre 1882 machte er sich selbstständig und brachte es durch Fleiss bald zu gutem Rufe. 1894 siedelte er nach Fleissen über und gilt jetzt für einen der besten österreichischen Bogenmacher. Er besitzt etwa 10 Medaillen etc.
27Schuster, Mathias. — (Mark-)Neukirchen. 1820.
28Vermuthlich aus Schönbach eingewandert, weshalb sein Name auch in den Kirchenbüchern nicht vorkommt. Seine Geigen sind gute Vogtländer Arbeit; sein Lack erscheint heller als der von den übrigen Neukirchern gebrauchte.
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