Scan 607
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1genommen. Im Bevölkerungsregister von 1796 wird er als „luthier“ bezeichnet, wohnhaft Finkenweiler (Strasse) No. 69, 52 Jahre alt, Vater von 1 Sohn und 4 Töchtern. In seiner Arbeit schloss er sich bald der französischen Schule an und machte sowohl Violinen als Violoncelli von guter Arbeit.
3Schwartz, Georg Friederich. — Strassburg. Geb. 7. April 1785, † 29. Dec. 1849.
4Sohn und Schüler von Bernhard Schwartz, dessen Geschäft er mit seinem Bruder Theophil Wilhelm von 1821 an fortsetzte. Er verlegte sich vorzugsweise auf die Bogenmacherei und benutzte hierzu den Brandstempel: Schwartz, Strassbourg.
6Schwartz, Theophil Wilhelm I. — Strassburg i./E. Geb. 13. Oct. 1797, † 29. Juli 1861.
7Sohn und Schüler von Bernh. Schw., dessen Geschäft er mit seinem Bruder übernahm und fortsetzte. Er hat an 100 Violinen und etwa 30 Violoncelli gemacht, unter denen recht gut klingende sich befindeg. Auch als Händler mit alten Geigen hatte er Bedeutung. Die Brüder bedienten sich anfangs der gleichen Zettel, wie ihr Vater.
9Schwartz, Theophil Wilhelm II. — Strassburg i./E., Geb. 3. Sept. 1821.
10Sohn und Schüler von Theoph. Wilh. I. Schw.; übernahm 1852 das väterliche Geschäft. Er hat sich hauptsächlich auf das Ausbessern verlegt und nur wenige neue Geigen gemacht, die den Zettel tragen:
12Schwarz, Simon, lebte im XIX. Jahrh. in Fleissen.
14Schwehrer, Anton. — Fünfkirchen. Geb. um 1855, † um 1895.
15Schüler von W. J. Schunda; ein tatentvoller Geigenmacher, der leider kaum 40 Jahre alt starb.
17Schweigl (Schwaigl), Franz. — Wien. 1831. 1834.
18Er wohnte als Lauten- und Geigenmacher in der Vorstadt St. Ulrich No. 70 und legte am 4. August 1831 den Bürgereid ab. In seiner Arbeit ist er ziemlich handwerksmässig.
20Schweins, Johann. — Darmstadt. Anf. des XIX. Jahrh.
21Lauten- und Claviermacher. Guitarren kommen noch oft von ihm vor, ebenso grosse Lauten.
23Schweitzer, Johann Baptist. — Budapest. Geb. um 1798 in Wien, † um 1865 in Budapest.
24Schüler von Franz Gaissenhof. Im Jahre 1825 liess er sich in Pest nieder, wo er bald als der beste Meister seines Fachs galt und namentlich als Violoncellomacher berühmt wurde. Er kam seinem Lehrer sehr nahe, verstand es trefflich, die Italiener zu copiren, und ahmte vornehmlich das Amati-Modell nach. Seine Arbeit ist in allen Theilen sorgfältig, das Holz sehr schön; nur sein Lack ist weniger gut, obwohl er sich sein Leben lang mit Versuchen plagte, den italienischen Lack herauszubringen. In seiner Villa am Schwabenberge hatte er sich ein ganzes Laboratorium eingerichtet und verbrachte dort alle seine Musse-
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