Scan 664
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Strobl, Johann. — Olmütz. Geb. in Hallein 16. Sept. 1700, † nach 1741.
2Sohn des Johann Strobl und dessen Frau Ursula. Wahrscheinlich ein Schüler seines Vaters; er dürfte jedoch auch in Prag gearbeitet haben. Abgesehen davon, dass seine Geigen denen von J. G. Hellmer ähnlich sehen, spricht auch der Umstand dafür, dass auf seinem Zettel in der Mitte derselbe Greif mit der Laute erscheint, den Hulinzky's Zettel zeigt. 1724 arbeitete er bereits selbstständig in Olmütz. Er scheint vorzugsweise Bratschen gemacht zu haben. Diese sind ungewöhnlich gross, flachgewölbt und hellgelb oder rothbraun lackirt. In seinen letzten Lebensjahren soll er in Prag gelebt und im dortigen Musikleben eine Rolle gespielt haben.
4Strötz, Franz, arbeitet als Geigenmacher in Schönbach b./E.
6Strötz (Stretz), Josef. — (Mark-)Neukirchen. Geb. (in Bayern) 1715, † 1760 (nicht 1790!).
7Er war von Hause aus Tischler und Musiker und wanderte in Markneukirchen ein, wo er der Erste wurde, der die Bogenmacherei dort betrieb. Vorher bezogen die Markneukirchner ihre Bogen angeblich aus Schmalkalden. Strötz starb schon mit 45 Jahren und 6 Monaten; nach seinem Tode vervollkommneten der Stadtmusiker Schulz und der Tischler Otto die Bogenmacherei in ihrem Orte mehr und mehr.
9Strong, John. — Sommerset. Um 1640.
10Eine Viola von ihm war 1872 in South Kensington ausgestellt. Er war vielleicht von den Brescianern beeinflusst, verwendete doppelte Einlagen und hatte eigene Modelle. Er dürfte auch der Verfertiger der angeblich von Lord Sommerset erfundenen achtsaitigen Bass-Gamba gewesen sein, die Prinz 1649 erwähnt.
12Strotzinger, Rudolf. — Linz a./D. Geb. 1822, † 25. Mai 1872.
13Schüler von Engleder in München. Er hatte seine Werkstatt Hofberg No. 12 und war ein tüchtiger, wenn auch nicht hervorragender Meister.
15Strupf, Geo. M., eine Streichinstrumentenmacherfirma in Wildstein b./E., die 1861 begründet wurde, mit der auch eine Musikinstrumenten- und Piano-Handlung verbunden ist.
17Stübiger, Adam. — Fleissen. Geb. in Fleissen 18. Dec. 1859.
18Schüler von Jos. Lutz in Schönbach. Im Jahre 1884 machte er sich in seinem Geburtsorte selbstständig und gilt als geschickter Geigenmacher.
20Stübiger, Johann. — Wien. 1891. 1903.
21Ein Verwandter von Adam St., bei dem er längere Zeit als Gehilfe gearbeitet hat. Im Jahre 1891 begründete er in Wien sein eigenes Geschäft.
23Stümpel, C. H. — Minden. 1830. † 1861.
24Ein Instrumentenmacher von besonderer Handgeschicklichkeit.
26Stümpel, H. C. — Minden i. W. Geb. 12. Nov. 1838 in Minden.
27Schüler und seit 1861 Nachfolger seines Vaters. Ein sehr fleissiger Geigenmacher, der sich ein besonderes System ausgearbeitet und nach diesem verschiedene Modelle construirt hat, die er »Façon Bagatella« (hochgewölbt), »Guarnerius«, »Stradivarius«, »Faust« (sehr flach), »Joachim« (mittlere Wölbung) und »Sarasate« nennt. Auch er liess sich seinerzeit bestimmen, das Holz der Balsamfichte zu verwenden, kam aber sehr schnell davon ab. Er hat billige und
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- Stümpel, C. H.
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