Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 674

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

21 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 652. See the scan on archive.org.

1wurde ihm mit einer gewissen Hartnäckigkeit die Erfindung der Violine zugeschrieben. Fürst Jussupoff sagt in seiner Lutho monographie (Fraukfurt 1856), er sei der erste gewesen, der die Idee hatte, die Viola zu verkleinern und ihr den Namen Violine zu geben. Nun scheint aber die Violine gar keine Verkleinerung der Viola zu sein und ist wahrscheinlich, wie Hajdecki nachzuweisen sucht, aus der Lyra hervorgegangen.
3Testore, Carlo Antonio. — Mailand. Geb. um 1688, lebte noch 1764.
4Aelterer Sohn und Schüler von Carlo G. T. Er arbeitete nach Nic. Amati, Guarneri u. Strad., verwendete meist sehr gutes Holz und einen goldgelben, in's Bräunliche spielenden Lack, der nur zu dick ist und wenig Feuer hat. Er wohnte in der Contrada Larga und hatte wie sein Vater das Ladenschild 'all' aquila-', weshalb er auch eine Brandmarke anbrachte, die einen Adler vorstellte. In seinen letzten Jahren arbeitete er gemeinsam mit seinem Sohne Giovanni. Ihre Geigen zeichnen sich durch Tonfülle aus.
6Carlo Antonio Testore figlio maggiore del fù Carlo Giuseppe in Contrada larga al segno dell'Aquila Milano 1741
8Testore, Carlo Giuseppe. — Mailand. Geb. in Novara um 1660, lebte noch 1720.
9Ein Schüler Giov. Grancino's und vielleicht auch Cappa's, liess sich 1687 in Mailand nieder, wo er in der Contrada larga wohnte und das Ladenschild 'all' aquila' hatte. Er war der Bedeutendste aus seiner Familie, doch kommen nicht viele Geigen von ihm vor. Entweder hat er nur wenige gemacht, oder es gehen jetzt viele unter dem Namen Grancino's oder gar Cappa's, in welch letzterem Falle es nicht schwer ist, ihm seine Arbeit zurückzugeben. Er arbeitete nach verschiedenen Modellen und nahm vortreffliches Holz. Der Lack ist braungelb, der Ton meist edel und weittragend. Seine Violoncelli und Bässe sind gleichfalls recht gut, obwohl er den Boden meist aus Birnbaumholz hergestellt hat. Dass er auch in Cremona gearbeitet hat, wie behauptet wird, ist unerwiesen.
11Carlo Giuseppe Testore, allievo di Gio Grancino in contrada Larga di Milano 1690
13Carlo Giuseppe Testore in Contrada Larga di Milano Segno dell'Aquila 1690
15Carlo Giuse pe Testore in Contrada larga di Milano al segno dell' aquila 1700
17Testore, Giovanni. — Mailand. 1764.
18Sohn von Carlo Antonio T. und dessen Geschäftstheilhaber, wie eine Geige (Guarneri-Modell) aus der Sammlung Snoeck (No. 511) in Berlin beweist.
20Carlo Antonio e Giovanni Padre e figlio Testori, il qual Carlo e figlio Maggiore del fu Carlo Giuseppe Testore, abitanti in Contrada larga al segno dell' aquila Milano 1764

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