Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 697

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

26 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 675. See the scan on archive.org.

1Lauten von Max Unverdorben. *) In der Fürstl. Lobkowitz'schen Sammlung auf Roudnic, früher in Eisenberg in Böhmen, befindet sich noch jetzt eine schöne, leider schlecht erhaltene Laute mit dem Zettel:
3Marx Unverdorben a Venetia.
5Upmann, F., begründete 1854 sein in Celle noch bestehendes Geigengeschäft, mit dem eine Musikinstrumenten- und Pianohandlung verbunden ist.
7Urban, Joseph. — Prag, New-York, S. Francisco. Geb. 1821 in Černuc b./Velvary i./B., † 25. Dec. 1893 in S. Francisco.
8Schüler von Em. A. Homolka, bei dem er auch musikalisch ausgebildet wurde. Nach beendigter Lehrzeit ging er nach Wien und Oedenburg, 1847 nach New-York und 1852 nach Kalifornien, wo er 11 Jahre blieb. 1863 kam er nach Prag zurück und eröffnete hier am Jungmannovo n. No. 764 seine Werkstatt. Er hielt es nicht lange aus und ging wieder nach S. Francisco, wo er auch starb. Da er in Europa nur wenig selbstständig arbeitete, kommen Geigen von ihm äußerst selten vor; er war jedoch nicht ungeschickt, und wenn er wollte, konnte er sehr sauber arbeiten.
10Urquhart, Donald. — Tain. Geb. 17. Aug. 1859 in Balblair.
11Er hat aus Liebhaberei zwar nur eine kleine Anzahl, aber gute Violinen gemacht. Besonders schön ist der von ihm selbst zubereitete Oellack.
13Urquhart (Urquehart), Thomas. — London. Geb. 1625. 1666.
14Dem Namen nach muss er aus Schottland stammen. Er dürfte aus derselben Schule wie Jakob Rayman hervorgegangen und der Lehrer Edw. Pamphilon's gewesen sein. Er hatte ein grosses und ein kleines Modell, beide sehr hochgewölbt, mit ziemlich stumpfen Ecken. Seine Arbeit ist recht gut; der Lack von gelbbrauner oder röthlichbrauner Farbe, ist überraschend schön. Auch im Ton sind seine Geigen vorzüglich, die von Nichtkennern schon oft für echte Stainer oder gar Gasp. da Salò genommen wurden. Arbeiten von ihm waren u. A. auf der Wiener Musik- und Theater-Ausstellung zu sehen. (Vgl. Katalog, England. S. 18.)
16Ursini, O. — Rom. 1635.
17In Böhmen ist eine Laute von ihm erhalten, der Name ist mir jedoch sonst nicht vorgekommen.
19Vaelbeke (Valbeke), Lodewyk van. — Brüssel. 1294. 1312.
20*Violist & luthier.* Ein berühmter Brabanter Saiteninstrumentenmacher und Spielmannskönig (*roi des ménestrels*) des 13. Jahrhunderts, von dem bekannt ist, dass er Fideln, Rebeks und Leiern verfertigte. Jean de Boendale setzt seinen Tod in das Jahr 1312; nach Anderen soll er bis 1358 gelebt haben, was übrigens unwahrscheinlich ist. In einer Urkunde von 1307 wird er als *Magister Ludovicus de Valbeke, viellator* bezeichnet.
22Vaillant, François. — Paris. 1736. 1783.
23Die gewöhnlich vorkommenden Geigen mit seinem Namen stehen selten über der Mittelmässigkeit und sind schlecht lackirt. Da aber einzelne seiner
25*) Vgl. Stockbauer. Die Kunstbestr. unter Albrecht V. und Wilhelm V.

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