Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 708

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

24 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 686. See the scan on archive.org.

1Violi s. Bertolotti.
3Viorillo s. Fiorillo.
5Virchi, Benedetto. — Brescia. Geb. um 1520.
6Wahrscheinlich Gerolamo's älterer Bruder; in Urkunden wird er 'Citeraro' genannt.
8Virchi, Gerolamo. — Brescia. Geb. um 1523, soll um 1575 noch gelebt haben.
9Sein eigentlicher Familienname war vielleicht Geraldi. Im alten Inventar der Ambrasen Sammlung von 1596 wird bereits eine (noch vorhandene) Zitherlaute beschrieben: »Ain Ziter, am Kragen die Lucretia Romana geschnitten … 12 Metallsaiten, wovon je zwei dicht neben einander gezogen sind. Alles mit schöner Schnitzarbeit verziert, zum Theil gemalt und vergoldet … Am Griffblatte der Name Hieronimus Brixensis. Auf der Rückseite das tyrolische und erzherzogliche Wappen.« An anderer Stelle wird dann berichtet, wo die verschiedenen Instrumente gekauft wurden; einzelne Namen werden angegeben, darunter Hieronymus Geraldi. Es liegt also nahe, den Hieronymus Brixensis mit Hieronymus Geraldi zu identificiren. Die erwähnte Zitherlaute erweist sich auf den ersten Anblick als Brescianer Arbeit und sieht einer ebensolchen Zither von G. P. Maggini im Museo Modena ganz ähnlich. In Brescia lässt sich im 16. Jahrhundert nur ein Lautenmacher mit dem Taufnamen Hieronymus nachweisen; es ist dies der Freund und vielleicht Lehrer Gasparo da Salò's. Als Pathe eines Sohnes Gasparo's wird er aufgeführt unter dem Namen 'Hyeronimus de Virchis'. In anderen Urkunden wird er ausdrücklich: 'Magistro de instrumenti de Musica' genannt. Vidal theilt den Zettel one of two readings
10Sein eigentlicher Familienname war vielleicht Geraldi. Im alten Inventar der Ambrasen Sammlung von 1596 wird bereits eine (noch vorhandene) Zitherlaute beschrieben: 'Ain Ziter, am Kragen die Lucretia Romana geschnitten … 12 Metallsaiten, wovon je zwei dicht neben einander gezogen sind. Alles mit schöner Schnitzarbeit verziert, zum Theil gemalt und vergoldet … Am Griffblatte der Name Hieronimus Brixensis. Auf der Rückseite das tyrolische und erzherzogliche Wappen.' An anderer Stelle wird dann berichtet, wo die verschiedenen Instrumente gekauft wurden; einzelne Namen werden angegeben, darunter Hieronymus Geraldi. Es liegt also nahe, den Hieronymus Brixensis mit Hieronymus Geraldi zu identificiren. Die erwähnte Zitherlaute erweist sich auf den ersten Anblick als Brescianer Arbeit und sieht einer ebensolchen Zither von G. P. Maggini im Museo Modena ganz ähnlich. In Brescia lässt sich im 16. Jahrhundert nur ein Lautenmacher mit dem Taufnamen Hieronymus nachweisen; es ist dies der Freund und vielleicht Lehrer Gasparo da Salò's. Als Pathe eines Sohnes Gasparo's wird er aufgeführt unter dem Namen 'Hyeronimus de Virchis'. In anderen Urkunden wird er ausdrücklich: 'Magistro de instrumenti de Musica' genannt. Vidal theilt den Zettel one of two readings
12Hieronimo di vir in Brésa
14mit; auch das Instrument, aus dem dieser Zettel stammt, muss eine Arbeit Gerolamo Virchi's gewesen sein. Das auf Bestellung des Erzherzogs gemalte Tyroler Wappen auf dem Boden der Lautenzither ist schuld, dass F. Trautmann u. A. die Bezeichnung 'Brixiensis' mit 'aus Brixen (in Tyrol)' deuten zu müssen glaubten; komisch aber wirkt es, wenn Miss Stainer die Ortsangabe 'Bresa' (im Deutsch des 16. Jahrhunderts 'Pressa') mit 'Bresa in Silesia' deutet und dabei wohl an Breslau denkt.
16Virchi, Giovanni Paolo. — Brescia, Ferrara, Mantua. Geb. um 1560. 1612.
17Sohn von Gerolamo V. und vielleicht der Pathe Maggini's. Er wurde als trefflicher Lautenspieler, Organist und Componist von Madrigalen bekannt stand nach einander in Diensten der Höfe von Ferrara und Mantua und soll wie sein Vater vorzügliche Lauten gemacht haben.
19Vischer (Fischer), Johann Simon. — Jena. 1687. 1693.
20Er bezeichnet sich als: 'Bildhauer, Lauten-, Harpen- und Instrument-Macher' und wurde im Jahre 1687 als Bürger der Stadt Jena verpflichtet. Eine Flügelharfe, die er 1693 gemacht hat, befindet sich in Berlin aus der Sammlung Snoeck (No. 387).
22Vischi. — Spilamberto. 1880.
23Ein Dilettant, der von Raffaele Fiorini unterwiesen wurde und in seiner Jugend einige Violinen gemacht hat.

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