Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 72

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

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1sich wohl schon frühzeitig dem Berufe, den auch sein Grossvater ausübte, zu. Er war wahrscheinlich ein Schüler seines Grossvaters und später von Girolamo di Virchi, was ihn veranlasst haben mag, aus Salò, einem Städtchen am Gardasee, nach Brescia überzusiedeln, wo er bereits vor 1565 als Meister ansässig war. An Können und Talent überragte er alle seine Vorgänger und wurde bald das Haupt der Brescianer Schule und hatte jedenfalls einen wesentlichen Anteil an der Ausgestaltung der heutigen Violine, deren Erfindung man ihm mit grösserem Rechte zuschreiben könnte als Duiffoprugcar. Sein Ruf war bald begründet; 1568 wohnte er noch zur Miethe in der Contrada del palazzo vecchio. 1588 besass er bereits ein eigenes Haus in der Contrada de le Cocere (jetzt via delle Cossere). Seine Frau hiess Isabella und war 1546 geboren. Trotz aller Anerkennung scheint er doch anfangs mit Sorgen zu kämpfen gehabt zu haben, denn um seine Lage zu verbessern, stand er im Begriffe, dem Beispiele anderer Meister folgend, nach Frankreich auszuwandern. Um das zu verhindern, lieh ihm Bruder Gabriel zu St. Piero 60 L. Von da an arbeitete er sich empor; 1599 konnte er sich ein neues Haus in der Strasse San Pieto Martire kaufen, und zwischen 1581 und 1607 erwarb er ausserdem verschiedene liegende Gründe in Calvagese (bei Salò), dem Heimathsorte seiner Schwiegertochter Fior. Das ist Alles, was sich aus seinem Leben urkundlich feststellen liess. Er wurde bei St. Joseph begraben, wo sich leider sein Grabstein nicht erhalten hat. In den Urkunden wird er 1568 «Magistro de violini», 1579 «Magistro a cittaris», 1583 «Artefice d'instrumenti musici» und 1588 «Magister instrumentorum musicorum» genannt. Seine Geigen zeigen im Allgemeinen schon die später klassisch gewordene Form. Die Wölbung nimmt er noch ziemlich hoch, die F-Löcher sind weit und stehen fast parallel, die )(( sind lang gestreckt und die Ecken kurz. Die Schnecke ist nicht besonders fein und bei grösseren Instrumenten meist aus Birnbaumholz. Sein Lack scheint nachgedunkelt zu haben, aber es giebt ausser braunlackirten Geigen auch solche von schöner Bernsteinfarbe. Bis heute haben sich nur wenige Arbeiten seiner Hand erhalten, doch wurde sein Name schon frühzeitig missbraucht, weshalb ihm zugeschriebene Geigen stets mit Vorsicht zu behandeln sind. Man findet viele Instrumente mit seinem Namen und Jahreszahlen, die von 1610—1630 reichen, obwohl er selbst fast nie eine Jahreszahl auf seinen Zetteln angab. Einen echten dreisaitigen Bass besass Dragonetti, eine sechssaitige Gamba bewahrt das Pariser Conservatorium. Ole Bull's Violine, die ihm zugeschrieben ward, scheint jüngeren Ursprungs gewesen zu sein. Er war auf alle seine Nachfolger von grössstem Einfluss, der sich bis Stradivari und Guarneri verfolgen lässt. Vgl. G. Livi's Aufsatz in der Nuova Antologia vom 16. Aug. 1891.
3Gasparo da Salò, In Brescia
5Bertolotti, Luigi s. Bortolotti.
7Bertolotti, Santino. — Polpenazze. XVI. Jahrh.
8Lautenmacher, der Grossvater Gasparo da Salò's.
10Bertram, Alexander. — Eddleston. Geb. 1801.
11Sohn von William B. und wohl auch dessen Schüler. Ein fleissiger schottischer Geigenmacher des 19. Jahrhunderts.
13Bertram. — William. — Stobo Castle (Schottland). 1790. 1810.
14Er war Jäger von James Montgemery und machte aus Liebhaberei Geigen. Er brachte es darin zu einer gewissen Geschicklichkeit und soll in den letzten

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