Scan 743
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Zacher, Antonius. — Eichstätt. 1716. 1726.
2Ein Altquinton mit einer Schnecke statt Köpfchen am Wirbelkasten besitzt die kgl. Sammlung alter Mus.-Instr. in Berlin (No. 874). Eine Viola, die am Wirbelkasten das Köpfchen der Justitia zeigte und 100 cm lang war, wurde 1890 durch Heberle in Köln versteigert. Die Familie Zacher ist in den Kirchenbüchern von Eichstätt in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts nachweisbar; der Name Anton kommt jedoch nicht vor. Er kann daher in Eichstätt weder geboren noch gestorben sein. In den Magistratsacten wird er dagegen 1720 ausdrücklich als Geigen- und Lautenmacher erwähnt.
4Antonj Zacher Hochfürstl Hoflauten- und Geigenmacher in Eichstatt Ao. 1725
6Zafferri. — ? 1784.
7Kammermusikus Rüdel in Berlin besitzt eine vorzügliche Violine mit dem geschriebenen Zettel:
9Zafferri Physicus perfecit legibus artis anno 1784.
11Arbeiten dieses Zafferri, der sich einen Physiker nennt, sind mir sonst nicht vorgekommen. Die Geige verräth eine kunstgeübte Hand und ist sorgfältig durchgeführt; auch die Zargen sind eingelegt. Die F-Löcher sind klein und eigenartig, der Lack hellgelb, der Ton voll und edel.
13Zanabon. Diesen Namen findet man ohne weitere Angaben bei Valdrighi (3483).
15Zander. — Stockholm. 1782.
16Ein schwedischer Hofmusiker, der sich mit dem Ausbessern alter Geigen beschäftigte.
18Reparerad af Kgl. Hof-Musicus Zander 1782
20Zanetto, s. Michelis.
22Zanfi, Giacomo. — Modena. Geb. 1756, † 1822.
23Er war Musiklehrer, was er auch auf seinen Zetteln betont. Seiner Arbeit nach, die nicht schlecht ist, dürfte er ein Schüler Cassini's gewesen sein. Er machte Geigen aller Art und verwendete einen dunkelgelben Lack. Zwei Contrabässe befinden sich in der Sammlung Valdrighi.
25Jakobus Zanfi Musicae professor fecit Mutinae 1809 et restauravit 1822 G Z M.
27Zani, Francesco. — Reggio (Emilia). 1724. 1765.
28Seine Violinen sind gewöhnliche Handwerksarbeit ohne Stil und Kunstwerth, klingen aber manchmal nicht übel. In seinen geschriebenen Zetteln ahmt er gedruckte Buchstaben nach.
30Zanoli (Zaniol), Giacomo. — Venedig, Verona. 1740. 1751.
31Sohn des Giov. Batt. Z. Anfangs arbeitete er in Venedig und soll um 1740 in Padua gewesen sein. Er kehrte jedenfalls nach dem Tode seines Vaters nach Verona zurück, wo er die ererbte Werkstatt übernahm. Seine Arbeit ist ohne Kunstwerth. Am häufigsten kommen seine Violen und Violoncelli vor. Seinen Venezianer Zettel scheint er selbst gesetzt und gedruckt zu haben.
33Fato in Verona di Giacomo Zanoli 1751
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