Scan 82
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
29 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 60. See the scan on archive.org.
1royal- und war hauptsächlich Guitarrenmacher, doch kommen vereinzelt auch Violen und Violinen von ihm vor; auch Bruni hat eine Gamba von 1735 dieses Meisters inventarisirt. Er wohnte bis 1732 Rue de Grenelle St. Honoré, dann Rue Ticquetonne und zog um 1749 nach der Rue de la Poterie No. 10. Seine Arbeit ist gut, nur in Bezug auf die Dicke ungenau. Sein Lack ist blass, meist röthlichbraun. Ausser seinem Zettel findet man auch seine Brandmarke. Eine sehr hübsche Guitarre von ihm bewahrt das Museum des Pariser Conservatoriums (No. 273).
3Bölandt, Johann Christian. — Klingenthal. XVIII. Jahrh.
4Die Familie schreibt ihren Namen jetzt Pöhland. Geigen von ihm kommen nicht häufig vor und unterscheiden sich durch nichts von denen seiner Vogtländer Zeitgenossen.
6Boldrini, Ovidio. — Salò. 1864.
7Ein Instrumentenmacher in der Heimath des grossen Gaspare; in seinen wenigen Werken ist von dem genius loci kein Hauch mehr zu verspüren.
9Bolelli. — Bologna. XIX. Jahrh.
10Obgleich Valdrighi (389) ihn aufführt, war es mir nicht möglich, etwas Näheres über ihn zu erfahren. Er scheint lediglich Flickarbeiten ausgeführt zu haben.
12Boller, Johann Adolf. — Frankfurt a. M. 1670.
13Er stammt vielleicht aus Mittenwald und ist bis jetzt nur durch eine sehr niedliche Pochette mit Ebenholz- und Elfenbein-Einlegearbeit, die sich in Berlin in der kgl. Sammlung alter Musikinstrumente (No. 781) befindet, bekannt. Der Körper besteht aus neun Spähnen mit Elfenbeinrippen; C-Löcher. In Frankfurt lebte 1662 ein Krämer Johann Adolf Boller, der als „Bürgerssohn“ bezeichnet wird. Er dürfte der Sohn unseres Lautenmachers gewesen sein. one of two readings
14Er stammt vielleicht aus Mittenwald und ist bis jetzt nur durch eine sehr niedliche Pochette mit Ebenholz- und Elfenbein-Einlegearbeit, die sich in Berlin in der kgl. Sammlung alter Musikinstrumente (No. 781) befindet, bekannt. Der Körper besteht aus neun Spähnen mit Elfenbeinrippen; C-Löcher. In Frankfurt lebte 1662 ein Krämer Johann Adolf Boller, der als "Bürgerssohn" bezeichnet wird. Er dürfte der Sohn unseres Lautenmachers gewesen sein. one of two readings
16Boller s. Poller*).
18Bolles. — London. 1600. 1620.
19Th. Mace bezeichnet ihn als einen der berühmtesten englischen Violen- und Lautenmacher seiner Zeit und schätzt den Werth einer Bassviola dieses Meisters schon damals (1676) auf 100 £. Sehr bedauerlicher Weise scheinen sich gerade von ihm keinerlei Arbeiten erhalten zu haben.
21Bolmon, Johannes. — ?. 1683.
22Vermuthlich zur Familie Pollmann (Pöhlmann) gehörig. Ein Simon Pollmann (s. d.) wurde 1696 Meister in (Mark)neukirchen und war wahrscheinlich aus Böhmen dort eingewandert. Von „Johannes Bolmon“ befindet sich eine Guitarre-Laute im Conservatorium in Brüssel (No. 268). one of two readings
23Vermuthlich zur Familie Pollmann (Pöhlmann) gehörig. Ein Simon Pollmann (s. d.) wurde 1696 Meister in (Mark)neukirchen und war wahrscheinlich aus Böhmen dort eingewandert. Von "Johannes Bolmon" befindet sich eine Guitarre-Laute im Conservatorium in Brüssel (No. 268). one of two readings
25Bolt. — London.
26Ein Dilettant, der einige Guitarren nach Galbusera's Modell gebaut haben soll.
28*) Die Mittenwalder Boller, deren Orthographie noch im 18. Jahrhundert zwischen B und P schwankte, schreiben sich jetzt ausschliesslich Poller.
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