Scan 91
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
38 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 69. See the scan on archive.org.
1Brandini. — Pesaro. 1660.
2Der älteste Geigenmacher dieses Namens, von dem es Geigen und Violoncelli giebt, die nicht ganz schlecht sind. Auch Valdrighi (3691) erwähnt ihn.
4Brandl, Karl. — Budapest. 1860. † um 1864.
5Die Londoner Ausstellung von 1862 enthielt zwei gute Geigen von ihm, nach Stradivari und Guarneri del Gesù gebaut.
7Brandner. — Schönbach b. Eger. Geb. 29. Jan. 1814, † 7. Febr. 1895.
8Trat als Geigenmacherssohn frühzeitig in die Werkstatt seines Vaters ein und war ein fleissiger Geigenmacher, dessen Sohn Johann auch wieder das väterliche Geschäft fortsetzt.
10Brandner, Anton I. — Schönbach in B. Geb. um 1800.
11Kommt 1826 bereits als Innungsmeister vor.
13Brandner, Anton II. — Schönbach in B. 1870. † 1898.
14Ursprünglich Geigenmacher, verlegte er sich in der Folge fast ausschliesslich auf das Schnitzen von Geigenhälsen und Schnecken.
16Brandner, Ignaz. — Schönbach in B. † um 1899.
17Ein Geigenmacher, der nur billige Geigen und Schachteln machte.
19Brandner, Johann. — Schönbach in B. Geb. in Schönbach 1849.
20Schüler von Anton Brandner. Durchwanderte als Gehilfe Deutschland und war von 1870—1875 bei Bausch in Leipzig, worauf er 1875 sein eigenes Geschäft begründete. Er baut Streichinstrumente nach allen Modellen und wendet verschiedene Lackirungen an. Auch treibt er Handel mit alten Instrumenten. Ausser seinem eigenen Zettel klebt er auch solche nach dem Modell ein.
22Brandner, Josef.
23" Karl.
24" Wenzel. { Schönbach.
25In der Geigenindustrie ihrer Heimath noch gegenwärtig thätige Mitglieder der Familie B.
27Brandstätter, Matthäus Ignaz. — Wien. 1817. 1843.
28Er wohnte Stadt No. 994 und legte am 3. Oct. 1817 als Lautenmacher den Bürgereid ab. Er stand als Reparateur in grossem Ansehen. Ein Reparatur-Zettel von ihm in Brüssel (Mus. d. Cons. No. 258), ein ebensolcher in einer theorbirten Laute von Pradter, die sich in den Sammlungen des A. H. Kaiserhauses in Wien, Burgring 5, befindet. Ein Johann Brandstätter soll von 1840 bis 1855 in Wien gelebt haben.
30Mathäus Brandstätter in Viennae reparavit Anno 1817
31(no line here) one of two readings
33Matthæus Ignatius Brandstätter fecit Viennæ anno 1822.
35Branzo, Francesco Barbaro. Padua. 1620. 1660.
36Das Wort „Barbaro“ dürfte die Heimath dieses Meisters andeuten. Ein Calascione (beliebtes neap. Volksinstrument) in der kgl. Sammlung alter Musikinstrumente in Berlin, No. 723 (von 1620), s. Abbildung S. 32. Bei Vidal wird nur der Name mit der Jahreszahl 1660 erwähnt. Er scheint also nur die aus diesem Jahre stammende Gamba von ihm in der Sammlung Correr gekannt zu haben. Valdrighi nennt ihn Bronzo-Barbaro (3693). one of two readings
37Das Wort «Barbaro» dürfte die Heimath dieses Meisters andeuten. Ein Calascione (beliebtes neap. Volksinstrument) in der kgl. Sammlung alter Musikinstrumente in Berlin, No. 723 (von 1620), s. Abbildung S. 32. Bei Vidal wird nur der Name mit der Jahreszahl 1660 erwähnt. Er scheint also nur die aus diesem Jahre stammende Gamba von ihm in der Sammlung Correr gekannt zu haben. Valdrighi nennt ihn Bronzo-Barbaro (3693). one of two readings
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