Scan 52
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1sind gut und kommen denen seines Lehrers nahe, nur soll auch er den Zettel Stainers häufig missbraucht haben.
3Baffo, Antonio. — Venedig. 1581.
4Er wird mehrfach als Lautenmacher erwähnt, doch es gelang mir nur, ihn als den Erbauer von schönen Harfen und Cimbeln nachzuweisen.
6Antonius Baffo Venetus fecit.
8Bagany. — Pottendorf. 1822.
9Auch einer von den unglücklichen Reformatoren des Geigenbaues. Er erfand Geigen, deren Decke aus Eisenblech hergestellt wurde, die aber trotz ihrer Billigkeit — das Stück kostete 4 fl. 48 kr. C. M. — die Welt nicht eroberten.
11Bagatella, Antonio. — Padua. Geb. 21. Febr. 1755, † 25. Mai 1829.
12Sohn des Gaetano B. und der Catarina Coppo-Scanferla. Er wollte ursprünglich Geiger werden und war vermutlich ein Schüler seines Verwandten Pietro B. Ein literarisch und musikalisch gebildeter Mann. Seine Bedeutung liegt allerdings weniger in seiner Kunst als Geigenmacher, als vielmehr darin, dass er eine Abhandlung über die Theorie des Geigenbaues schrieb, für welche er 1782 einen von der Akademie der Wissenschaften in Padua ausgesetzten Preis erhielt. Diese Abhandlung wurde 1786 auf Kosten der Akademie gedruckt und ist seitdem wiederholt erschienen und sowohl mehrfach ins Deutsche als auch ins Französische, Englische etc. übersetzt worden. Ihm verdankt man die wenigen erhaltenen Ueberlieferungen der Grundsätze, nach denen die alten italienischen Meister gearbeitet haben. Ueber sein Leben ist nicht viel mehr bekannt, als was er in seiner Schrift selbst erzählt, und dass er mit Antonia Pelizzari verheirathet war, verschiedene Kinder hatte und gänzlich verarmt und erblindet starb. Eine Zeit lang arbeitete er mit Danieli zusammen. Eine Geige mit seinem Namen, von guter Arbeit und rothem Lack wurde kürzlich in England um ca. 1000 Mk. gekauft. Eine andere zum Verkauf ausgebote Geige von «Antonio Bagoletto in Padua, 1782» dürfte, wenn sie echt war, gleichfalls von Bagatella gewesen sein. — Er ahmte Jos. Guarneri nach und steht Joseph Rocca nahe.
14Bagatella, Pietro, gen. Picino. — Padua 1712, soll 1760 noch gelebt haben.
15Vermuthlich der Grossvater oder Oheim Antonio’s. Er verwendete ein sehr hochgewölbtes Modell und dunklen Lack.
17Bagnini, Orazio. — Florenz 1661. 1667.
18Sohn des Antonio B. Ein von Vidal und Valdrighi erwähnter, sonst aber nicht bekannter Lautenmacher des 17. Jahrhunderts.
20Bailly, Paul. — Mirecourt, London. Paris. Geb. in Mattaincourt 13. April 1844.
21Er erhielt seine erste Ausbildung in Mirecourt bei Jules Gaillard, Prosper Gabasse und P. G. Grandjon. Hierauf arbeitete er bei François Vuillaume, der ihn zu seinem Bruder J. B. V. nach Paris schickte, hier blieb er mehrere Jahre und wurde 1869 zum Geigenmacher der Musik-Akademie in Douai ernannt. 1892 ging er nach Mirecourt zurück und arbeitete hauptsächlich für die ersten Pariser und Londoner Firmen. Während dieser Zeit bildete er auch viele Lehrlinge aus. 1884 zog er nach Paris und blieb wieder mehrere Jahre da und verlegte dann seine Werkstatt nach London und 1898 endgültig nach Paris zurück, wo er jetzt Rue de Grénelle No. 197 wohnt. Er baut nach allen Modellen, auch nach englischen, seine Violinen hauptsächlich nach der «Messias» von Stradivari.
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