Scan 75
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1drei Jahren seines Lebens siebzehn Geigen gemacht haben, die er den Gästen seines Herrn zu verkaufen pflegte.
3Bertrand, Nicolas. — Paris. 1687. 1735.
4Er arbeitete handwerksmäßig; nur manchmal kam er Jacques Boquay nahe. Sein Lack ist fast immer rissig und stumpf und gewöhnlich von rother Farbe. Violinen scheint er nur selten gemacht zu haben, dagegen trifft man Violen, Bässe und Quintone von ihm mehrfach. Das Selhof'sche Versteigerungsverzeichniss (Haag 1759) führt eine Arbeit von ihm mit der Jahreszahl 1603 auf; diese kann nur 1703 oder höchstens 1693 geheissen haben, oder man müsste einen gleichnamigen Vorfahren annehmen. Ein Quinton und eine Bassviola (Gamba) von gewöhnlicher Arbeit, rothem, schmierigem Lack und mit einem Frauenköpfchen am Wirbelkasten besitzt das Brüsseler Conservatorium (No. 222 und 227). Ausser seinem Zettel verwandte er auch eine Brandmarke mit seinem Namen.
6Bertucci. D. Giuseppe. — Mont-Orsello. 1748. 1777.
7Das D. vor dem Taufnamen scheint die Abkürzung von Don zu sein; Bertucci wäre demnach geistlichen Standes gewesen. Geigen von ihm kommen selten vor und sind nicht sehr geschickt gemacht.
9Besancenot. — Dijon. 1776.
10Seine Geigen zeichnen sich mehr durch ihre reiche Ornamentirung als durch Modell und Ton aus.
12Bessard, Louis. — Paris. 1753.
13Er war geschworener Meister der Pariser Lautenmacherzunft; mehr war über ihn nicht zu erfahren.
15Bessler, Adam. — Eperies. 1670.
16Daniel Speer berichtet in seinem Unterricht in der musikalischen Kunst (Ulm 1687, bei S. W. Kühne) über die Viola Baryton: "Ich habe auf meiner Peregrination nicht mehr als am bischöflichen Hofe zu Freysing einen (Baryton-Spieler) angetroffen, auch dergleichen Instrument nirgend als zu Eperes in Ungarn bei dem Stadt-Trompeter Musico Adam Bessler, der als ein berühmter Geigenmacher solches selbst gemacht."
18Bessolaz, lebt als 'Luthier' in Chambéry (Dép. Savoie).
20Betts, Edward ('Ned Betts'). — London. Geb. in Stamford? † um 1815 oder 1820.
21Neffe von John Betts und wie dieser Schüler von R. Duke. Ein tüchtiger Geigenmacher, dessen eigene Arbeiten Lob verdienen. Die Einlagen machte er sehr gut, schnitt schöne F-Löcher und schöne Schnecken; nur der Lack ist hart
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