Scan 107
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Didier, Marius. — Mirecourt
2Sehr tüchtiger vogesischer Geigenmacher der Gegenwart.
4Didier, Nicolas s. auch Nicolas
6Didion. — La Roche-sur-Yon. 1900
7Ein Musikinstrumentenhändler, der auch Geigen machen soll.
9Didion, Gabriel. — Mirecourt. 1875. † 1881
10Geigenmacher und Fabrikant. Stiefbruder von Blanchard in Lyon, einer der besseren Meister seines Wohnsitzes, Lehrer von Résuche. Die Firma hieß anfänglich Witwe Soriot & Didion, dann Didion-Laberte.
12Diehl, August. — Hamburg. Geb. 1852 in Darmstadt
13Sohn und Schüler von Friedrich D. Im Jahre 1875 eröffnete er seine Werkstatt in Darmstadt, siedelte aber bereits 1876 nach Hamburg über. Er ist ein hervorragend geschickter Geigenmacher und Reparateur. Der jüngste Sprößling der altberühmten Familie. Er erhielt auf den Ausstellungen in Hamburg, Lüttich und Leipzig die silberne sowie in St. Louis die goldene Medaille. Außer nach alten Meistern baut er auch nach einem eigenen Modell. Er ist auch der Erfinder und Verfertiger eines Violinbogens mit flacher, linsenförmiger Stange, die sich nach dem Kopfe zu verjüngt. In der Mitte seines gedruckten Zettels befindet sich ein Löwe mit einer Laute, jetzt aber verwendet er hauptsächlich einen eigenhändig gezeichneten Zettel. Viele seiner Geigen sind mit besonders schöner Schnitzarbeit verziert. Auch sein Lack ist ausgezeichnet. Obwohl er als echte Künstlernatur jeder Reklame abhold ist, werden seine Arbeiten in Kennerkreisen schon jetzt zu den besten unserer Zeit gerechnet.
14Geigenzettel: Im Jahre 189 / August Diehl / Hamburg (gedruckt) und Abb. 169.
16Diehl, Felix. — Mainz. 1850. † nach 1875
17Sohn von Joh. Diehl und dessen Schüler; Bruder des 1898 in Mainz verstorbenen Konzertmeisters Carl Hippolyt Diehl.
18Geigenzettel: Reparirt von / Felix Diehl / in Mainz 1862 (gedruckt).
20Diehl (Diel), Friedrich. — Darmstadt. Geb. 1814, † 1888
21Zweiter Sohn, Schüler und Nachfolger von Nikolaus D. Gute, aber namentlich in bezug auf den Lack nicht hervorragende Arbeit. Auf einer Pariser Ausstellung erhielt er eine Bronzemedaille, kam jedoch seinem Vater nicht gleich. Er fertigte u. a. verschiedene, seinerzeit sehr beliebte Kontrabässe statt nach dem alten Viola- nach dem Geigenmodell mit gewölbtem Boden.
22Geigenzettel: Friedrich Diehl, / Hof-Instrumentenmacher in Darmstadt 18 . . (gedruckt).
24Diehl, Heinrich. — Mainz. Frankfurt a. M. 1846. 1850
25Angeblich ein Sohn von Johann D. und nicht hervorragend. In Frankfurt war er im Jahre 1848 ansässig, doch scheint er schon nach kurzer Zeit nach Mainz zurückgekehrt zu sein.
27Diehl, Jakob. — Bremen, Hamburg. Geb. 1806 in Mainz, † 1874 in Hamburg
28Sohn und Schüler von Nikolaus Diehl; er machte sich 1826 in Mainz selbständig, ließ sich 1834 in Bremen nieder und siedelte 1858 nach Hamburg über. Er steht dort als tüchtiger Meister in gutem Andenken. Sein Nachfolger Jakob D. jun. war Händler und unterhielt nur eine Reparaturwerkstatt.
30Diehl, Jacob August. — Darmstadt. 18. Jahrhundert
31Er arbeitete ähnlich wie Schonger und J. Steininger, ist jedoch in der Wahl des Holzes weniger sorgfältig gewesen.
32Geigenzettel: Jac. Aug. Diehl, / Hof-Lauten & Geigenmacher / in Darmstadt 17 . . (gedruckt).
34Diehl, Johann. — Mainz. 1808. 1843
35Zweiter Sohn von Martin und Bruder von Nikolaus D. Jedenfalls der Bedeutendste von den in Mainz ansässigen Mitgliedern der Familie Diehl. Seine Violinen (meist nach Stradivari gemacht) wurden ihm schon bei Lebzeiten mit 66 fl., Violoncelli mit 121 fl. und seine Violen, zu denen er gerne Zitronenholz verwendete, mit 88 fl. bezahlt. Sein Lack ist goldgelb.
36Geigenzettel: Johann Diehl, Lauten- und Geigenmacher in Mainz 1832 (gedruckt) und Abb. 163.
38Diehl, Martin. — Mainz. 1770. 1792
39Geboren in Mainz, Schüler und Schwiegersohn von Nikolaus Dopfer. Während seiner elfjährigen Wanderschaft kam er zuerst nach Aschaffenburg, soll dann in Tirol und Österreich gewesen sein und arbeitete als Gehilfe bei Carl Helmer in Prag, brachte es aber trotzdem zu keiner besonderen Geschicklichkeit. Er starb nach der ersten Belagerung von Mainz durch die Franzosen, also um 1794.
40Geigenzettel: Martin Dihl / in Mainz 1786 (geschrieben) und Abb. 161.
42Diehl, Martin II, geb. 1817 in Darmstadt
43Dritter Sohn von Nikolaus D.
45Diehl, Nikolaus. — Mainz, Darmstadt. Geb. 1779, † 1851
46Sohn von Martin D. und dessen Nachfolger, Schüler seines Oheims Jak. Steininger in Frankfurt a. M. und Enkel von Nikolaus Dopfer, der auch sein Taufpate war. Um das Jahr 1811 verlegte er auf den Ruf des Großherzogs Ludwig I. von Hessen, der ihm ein Gehalt von 300 fl. aussetzte, seine Werkstatt nach Darmstadt, wo er Großherzoglich Hessischer Hoflauten- und Geigenmacher wurde. In der Arbeit steht er seinem Bruder Johann sehr nahe, am besten gelangen ihm jedoch Kontrabässe; sein Holz und sein goldgelber Lack sind gewöhnlich gut.
47Geigenzettel: Abb. 159.
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- Didion, Gabriel
- Diehl, August
- Diehl, Felix
- Diehl, Friedrich
- Diehl, Jacob August
- Diehl, Martin
- Diehl, Martin II
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