Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 136

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

53 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 132. See the scan on archive.org.

1findet man ihn. Auch die Kirchenmatrikeln von Budrio enthalten nicht einmal den Familiennamen Ferrari, so daß es mir ganz unmöglich war, über diesen Geigenmacher irgend etwas zu ermitteln.
3Ferrari, Alfonso. — Carpi (Modena). 1738
4Man kennt hauptsächlich Bässe von ihm. Als Geigenmacher war er schwerlich hervorragend.
6Ferrari, Carlo. — Siena. 1740
7Er stand zweifellos unter dem Einfluß der Cremoneser, wenn er auch nur als ein Meister dritten Ranges gelten darf.
9Ferrari (Ferraro), Gasparo. — Rom. 1731. 1776
10Unter den Ferraris der Bedeutendste. Er war hauptsächlich Lauten- und Mandolinenmacher. Seine Arbeit ist sehr hübsch; auch sein hellgelber Lack ist zu loben. Eine Mandore von 1744 besitzt Claudius in Kopenhagen, eine römische Mandoline die Sammlung Snoeck und eine reich eingelegte große (Archi-)Laute von ungewöhnlicher Breite die staatl. Sammlung alter Musikinstrumente in Berlin. Eine kleine, zwölfsaitige Mandoline ist in München in Privatbesitz. Eine 1776 gebaute Mandoline von ihm besitzt W. Heyers Musikhistorisches Museum in Köln.
11Geigenzettel: Gasparo Ferraro Romano / fecit in Roma nel mesa di Maggio / dell Anno 1744 (gedruckt). — Gasparo Ferrari Romano / Roma Aº 1751 (gedruckt). — Gaspar Ferrari Romanus / fecit anno 1776 (gedr.).
13Ferrari, Giambattista. — Modena. 1853. 1883
14Erfinder der »Chitarra decacorda« (eine Gitarre mit zwei Hälsen und zehn Saiten) und selbst ein Virtuose auf diesem Instrument.
16Ferrari, Giovanni. — 18. Jahrhundert
17Ein bescheiden Geigenmacher, von dem sich eine schmucklose Taschengeige in W. Heyers Musikhistorischen Museum befindet (No. 735).
19Ferrer, Antonius. — Neapel. 1481
20Ein Klosterbruder, der für Ferdinand I. von Neapel verschiedene Musikinstrumente machte. Von ihm heißt es in einer Urkunde: »A Frate Antº Ferrer, quale fa certi stromenti da sonar por lo S. R., graciosamente adi 4 dieto bis.«
22Ferri, Primo. — Mirandola. 1848. 1851
23Mittelmäßig in seinen Violinen und Violoncelli. Bei Valdrighi (1028) wird er aufgezählt.
25Ferrier, William. — Dundee. Geb. 1849 in Old Scone, Perthshire
26Ein Photograph, der sich aus Liebhaberei dem Studium des Geigenbaus gewidmet hat. Er hat bisher über 30 Violinen gemacht, von denen ihm viele nur als Versuche galten. Einige sind länger als üblich, andere zu dünn im Holz, alle aber von bemerkenswerter, schöner Arbeit.
27Geigenzettel: W. Ferrier / Dundee / No … 18 .. (gedruckt).
29F. E. S. (?) — Wermrichhausen. 1829
30Über seinen vollen Namen und auch seinen Aufenthalt gibt die Pfarrmatrikel keine Auskunft. Nach seinem Zettel war er ein »Scrinarius« (Schreiner). Er hat verschiedene Bässe gebaut, die heute noch da und dort in Franken anzutreffen sind. Die Arbeit ist handwerksmäßig, der Lack sehr dürftig. Da er den (gewölbten) Boden auch aus Fichtenholz machte, sind seine Instrumente jetzt meistens sehr schadhaft.
31Geigenzettel: F. E. S. Srinario. Wermerichhausen / 1829 (geschrieben).
33Feury (Ferry), François. — Paris. 1715. 1762
34Schwiegersohn von Leclerc, geschworener Meister der Pariser Lautenmacherzunft für 1752 und für 1757. Seine Geigen haben kleines Patron, sind hübsch gebaut, haben schön geschnittene kleine F-Löcher, zierliche Schnecke. Sein Lack ist rot und dick. Er machte auch Gitarren, Mandolinen und Bässe. Eine zur Bauernleier umgebaute Gitarre aus der Sammlung Snoeck (Nr. 600) befindet sich in Berlin. Einen Baß besitzt A. Rogat.
35Geigenzettel: F. Feury rue des Fossez / St Germain de l'Auxerrois / proche la rue de l'Arbre sec / A Paris 17 .. (gedruckt). — F. Feury, rue de l'Arbre-Sec / vis-à-vis Saint Germain-l'Auxerrois / Paris 1753.
37Févrot. — Lyon. 1779. 1813
38Die wenigen von ihm bekannten Geigen sind von handwerksmäßiger Arbeit. Er scheint jedoch als Reparateur viel beschäftigt gewesen zu sein. Seine Zettel sind geschrieben. Eine Lyragitarre von ihm besitzt Baron de Léry.
39Geigenzettel: Abb. 211.
41Feyzeau. — Bordeaux. 1740. 1770
42Er arbeitete seine Geigen nach einem kleinen, hübsch gewölbten Modell; einzelne davon sind recht gut gemacht. Sein (Spiritus-)Lack ist meist von hellgelber Farbe, der sich bei einigen Instrumenten in graubraun verändert hat. Außer Geigen machte er auch Violen, Quintone und Lyren, die ihn gleichfalls als gewandten Meister erkennen lassen. Besonders hübsch in der Form sind die F-Löcher und die Schnecke. Die Sammlung Savoye in Paris besitzt ein Quinton (von 1765) von ihm.
43Geigenzettel: Feyzeau / à Bordeaux / 1760 (gedruckt).
45Fichtel s. auch Fichtl
46Fichtel (Fichtl), Hans. — Füssen. 1690
47Vielleicht der Sohn von Jakob F. Ein seinerzeit sehr angesehener Lautenmacher, der im vornehmsten (ersten) Stadtviertel wohnte.
49Fichtel (Fichtl), Jakob (?). — 1670
50Er kann als das älteste bekannte Mitglied der Familie Fichtl betrachtet werden. Der Vorname war nicht sicher leserlich. Nach einer schmucklosen Laute zu urteilen, die seinen Namen trug, war er ein wenig hervorragender Lautenmacher.
52Fichtholdt s. Fichtold

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