Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 160

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

59 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 156. See the scan on archive.org.

1Gaisenhofer, Aloys. — Wien
2Ein Geigenmacher dieses Namens hat in Wien nie gelebt. Der abgebildete Zettel findet sich jedoch öfter in minderwertigen Geigen, die dann von Unkundigen für Arbeiten Geissenhofs gehalten werden.
3Geigenzettel: Abb. 318.
5Gaissenhof s. Geissenhof
7Galbani, Pietro. — Florenz. 1640
8Sohn des Jacopo G. Das wenige, was man von ihm kennt, ist unbedeutend.
10Galbusera, Carlo Antonio. — Mailand. 1813. 1833
11Er war k. k. Kriegskommissar in Mailand und wollte die Form der Geigen, ähnlich wie Chanot, dadurch verbessern, daß er, was ältere Meister, z. B. Guarneri u. a., auch schon getan haben, die Ecken wegließ und ihr eine der Gitarre sich nährende Form gab. Da seine Geigen trotzdem gut klangen, und ein Quartett, das er gebaut hatte, mit Erfolg zu Gehör gebracht wurde, erhielt er von mehreren großen Orchestern Bestellungen und von der Mailänder Akademie der Wissenschaften am 4. Oktober 1832 sogar eine silberne Medaille. Die Prophezeiungen seiner Verehrer (vgl. Allg. musikalische Zeitung, Leipzig, 23. Dezember 1832 und 10. April 1833 usw.), daß er der Geige für das ganze Jahrhundert eine neue Form gegeben haben dürfte, haben sich nicht erfüllt. Besser haben sich seine Gitarren erhalten. Vgl. über ihn auch: Wilhelm Schneiders: »Historisch-technische Beschreibung der musikalischen Instrumente«. (Neiße 1834.)
13Galdert, Friedrich. — Koburg. 1895
14Schillers Nachfolger. Beide betrieben ursprünglich nur ein Musikinstrumentengeschäft; erst mit dem Eintritt H. Büchels wurde eine Geigenbauwerkstatt damit verknüpft.
16Galeazzi, Eugenio. — Ascoli. 1849
17Sohn des Francesco G. Er hat während des Winters fleißig Geigen und Gitarren gebaut und betrieb im Sommer die Landwirtschaft.
19Galerzena. — ? 1790
20Ein piemontesischer Geigenmacher, der sich eines gewissen Rufes erfreute.
22Galieri, Filippo. — Neapel. 18. Jahrhundert
23Vielleicht ein Gaglianoschüler. Er verwandte gelben Lack und ein etwas gewölbtes Modell.
25Galieri, Giuseppe. — Padua, Piacenza (?). 1753
26Er nennt sich einen Schüler Nicola Amatis; wenn man nicht annehmen will, daß er ein Alter von über 90 Jahren erreicht hat, könnte als sein Lehrer nur der D. Nic. Amati in Bologna gemeint sein. Seine Geige, in der der nachstehende Zettel zu finden ist, erinnert mehr an die Schule von Neapel als an die von Cremona. Die Arbeit ist mäßig, der Lack von gelber Farbe, die F-Löcher stehen sehr schräg.
27Geigenzettel: Giuseppe Galieri, Paduensis, / placentinus Alumnus da Nicolai Amati / faciebat 1753 (gedr.). one of two readings
28Geigenzettel: Giuseppe Galieri, Paduensis, / placenti- nus Alumnus da Nicolai Amati / faciebat 1753 (gedr.). one of two readings
30Gall, J., war im 19. Jahrhundert als Musikinstrumentenmacher in Wien ansässig
32Galland, Jean. — Paris. 1744. † vor 1761
33Er ist der erste, der das Amt eines geschworenen Meisters der Pariser Lautenmacherzunft bekleidete (für 1744). Arbeiten von ihm sind mir jedoch nicht bekanntgeworden. Er wohnte Rue St. Honoré, wo seine Witwe von 1761—1779 das Geschäft noch fortführte. Seine Tochter war seit etwa 1744 mit Robert Richard, einem sehr talentvollen Instrumentenmacher verheiratet, der als Orgelbauer usw. Ruf besaß und namentlich durch sein automatisches Quartett Aufsehen machte.
35Galland, Joh. — Bayreuth. 1888. 1893
36Er stellte auf der Münchener Kunstgewerbeausstellung 1888 drei Zithern und eine Violine aus, ist im Jahre 1893 nach Leipzig-Reudnitz übergesiedelt und dürfte dort gestorben sein.
38Galli, Domenico. — Parma. 1687. 1691
39Ausgezeichneter Holzbildhauer, Violoncellist und Tondichter des 17. Jahrhunderts, der eine Reihe von Streichmusikinstrumenten gebaut hat, die er mit meisterhaften Schnitzereien verzierte. Eine Violine und ein Violoncello mit den obenstehenden Jahreszahlen befinden sich im Albergo Arti zu Modena.
40Geigenzettel: Dominicus Gallus Parmensis / fecit Parmae anno salutis 1691 (gedruckt).
42Gallingani. — Mancasale (Prov. Reggio). 19. Jahrhundert
43Ein Musiker, der eine gewisse Geschicklichkeit im Ausbessern alter Geigen besaß und auch vereinzelt neue Violinen gebaut haben soll.
45Galram (Galran, Galrão), Joachim Joseph. — Lissabon. 1769. 1825
46Geschickt in seiner Arbeit, auch sein gelber Lack ist nicht übel. König Karl I. von Portugal besaß ein Quartett von ihm, das sehr sauber und gut gearbeitet ist und auch durch edlen Ton hervorragt.
47Geigenzettel: Joachim Josef Galram / fecit Olesiponae 1769 (gedruckt).
49Galtani, Rocco. — Florenz
50Er gehört noch dem 17. Jahrhundert an und hatte seinerzeit einen guten Ruf. Man kennt freilich nur wenig mehr von ihm als seinen Namen1).
52Galvani, Giuseppe. — 1834
53Selten vorkommender italienischer Geigenmacher aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Eine Geige von ihm besaß J. Haberzettl in Drasswitz bei Karlsbad.
55Gamble, Ernest. — Leicester 1880
56Er hatte ein gutes Geigengeschäft, die Geigen, die seinen Zettel tragen, hat er jedoch nicht gemacht, sondern nur verkauft.
581) Wenn G. Chouquet in seinem Bericht über die Ausstellung 1878 einen »Galiani« erwähnt, meint er wohl, wenn nicht einen Gagliano — Rocco Galtani.

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