Scan 182
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Ton ist außerordentlich edel und gesangreich, die Wölbung von mittlerer Höhe, der Lack auf dem Boden gelb, auf der Decke gelbbräunlich, die Schnecke schwungvoll mit breiter Stirne. Dieses Mitglied der Familie, das die gleiche Adresse angibt, wie fast alle übrigen, den Namen aber mit z schreibt, ist sonst nicht bekannt.
2Geigenzettel: Gramino Granzino in / contrada Larga di Milano / 1722 (geschrieben).
4Grancino, Paolo. — Mailand. 1665. 1692
5Aus Nicola Amatis Schule hervorgegangen, die er sein Leben lang nicht verleugnete. Von der sklavischen Nachahmung seines Meisters befreite er sich erst sehr spät, weshalb sicher eine große Zahl seiner besten Arbeiten von Händlern mit Amatizetteln versehen worden ist. An der originellen längeren Schnecke kann seine Arbeit übrigens leicht erkannt werden. Sein Holz ist nicht immer schön, manchmal nimmt er zu Boden und Zargen nur Pappelholz, dagegen ist sein gelber Lack recht gut. In seinen Bratschen übertrifft er Amati fast immer. Arbeiten von ihm besitzt W. Heyers Musikhistorisches Museum in Köln.
7Grandadam, François. — Mirecourt. 1770.
8† 2. Mai 1785
9Geigenmacher, Großvater von Jean-Dominique Gr.
11Grandadam, Jean-Dominique. — Mirecourt. 1795. † 1864
12Sehr guter Bogenmacher, Vater von Adam (s. d.).
14Grand-Gérard, Jean-Baptiste. — Mirecourt. 1771. 1820
15Seine Arbeit ist etwa mit der D. Hopfs gleichwertig. Das Holz ist mittelmäßig und der glanzlose Lack von gelber oder brauner Farbe. Am Boden fehlt oft der Halsansatz. Er bezeichnete seine Geigen nur durch Aufdrücken eines Brandstempels mit seinem Namen ohne Datum. Auf der Wiener Musikausstellung befand sich eine Geige von ihm mit der Abbildung einer Kirche auf der Außenseite des Bodens. Im Katalog (S. 16) wird die Geige für englische Arbeit (!) ausgegeben.
16Brandmarke: Nr. 30.
18Grandi, Luigi. — Pisa. 1874
19Italienischer Geigenmacher aus dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts.
21Grandini, Geronimo. — Mirecourt
22Dem Namen nach müßte man auf einen Italiener schließen, wahrscheinlicher aber hieß er richtig Grandin oder ähnlich und hat den Namen nur italienisiert, um seine Geigen verkäuflicher zu machen.
24Grandjon. — Amsterdam. 1847. 1850
25Ein Geigenmacher aus Mirecourt, Schwager von L. Bernardel, dessen Geschäft er auf Betreiben der Witwe 1847 übernahm, aber nicht auf der früheren Höhe halten konnte.
27Grandjon, François. — Mirecourt
28Der von A. Jacquot nachgewiesene Stammvater der Familie.
30Grandjon, J. (»Grandjon fils«). — Mirecourt. 1862. 1868
31Älterer Sohn von Prosper-Gérard Gr. und dessen Nachfolger, übertraf aber seinen Vater und besaß verschiedene Medaillen.
33Grandjon, Jules. — Mirecourt. Geb. 1855
34Sohn von Prosper-Gérard Gr. Bevor er seine Fabrik in Mirecourt gründete, arbeitete er längere Zeit in Paris und hielt auch später dort noch eine Niederlage. Er machte verschiedene Versuche und Erfindungen, so eine Geige, deren Hals abgeschraubt werden kann usw., und entschied sich zuletzt für ein großes Modell, das auch in seiner Fabrik hauptsächlich zur Anwendung kommt. Vorzugsweise verwendet er hellroten Lack.
35Geigenzettel: Abb. 295.
37Grandjon, L. — Mirecourt. 1830. 1840
38Er bevorzugte ein flaches Modell und einen orangefarbenen Lack.
40Grandjon, Prosper-Gérard (Grandjon père). — Mirecourt. 1820. 1862
41Er war schon der Sohn eines Geigenmachers und besaß zwar eine gewisse Geschicklichkeit, arbeitete aber sehr handwerksmäßig.
43Granser (Granzer, Grauser) s. Kranzer
44Granuelo s. Gramulo
45Grappello, Giovanni Marco. — Ferrara. 1566
46Ein Instrumentenmacher, der mehrfach erwähnt wird. Von ihm ist wahrscheinlich die sechssaitige Viola da Gamba im Museum des Mailänder Konservatoriums mit dem Zettel: »Ioannes marcus«. Sie ist sehr sauber ausgeführt, ohne Ecken, 108 cm lang, und hat dunkelgelben Lack.
48Graseck, Gustav. — München. Geb. 12. Juli 1881 in Neuenstein (O.-A. Öhringen, Württemberg)
49Erst Schüler von Friedr. Kochendörffer in Stuttgart, dann von Albert Götz in Markneukirchen; seine eigentliche Ausbildung fand er jedoch erst bei W. A. Keßler in Frankfurt, bei dem er mehrere Jahre lang als Gehilfe arbeitete. Hierauf kam er zu Fiorini nach München und machte sich dort am 1. Oktober 1910 selbständig und mußte von 1914—1918 ins Feld. Er arbeitet vorzugsweise nach Stradivari und Guarneri und hat einen sehr guten Öllack, der die Schönheit des sorgfältig gewählten Holzes gut zur Geltung kommen läßt. Er vermeidet mit Recht grundsätzlich die Nachahmung des alten Aussehens seiner Vorbilder und läßt keine fremde Hand an seine neuen Geigen. Da er jedoch als ausgezeichneter Reparateur mit Aufträgen überhäuft ist, kommt er nur selten zum Neubau. Früher verwendete er gedruckte Zettel, in neuerer Zeit aber nur mehr geschriebene.
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- Grandadam, François
- Grandadam, Jean-Dominique
- Grandjon, François
- Grandjon, Prosper-Gérard (Grandjon père)
- Graseck, Gustav
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