Scan 194
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Gütter, Georg Adam III. — Geb. 6. Juni 1761, † 1. Febr. 1829
2Von ihm gibt es Geigen, die aus den neunziger Jahren des 18. Jahrhunderts stammen und Wien als Ursprungsort nennen. Es gelang mir nicht, irgend etwas über seine dortige Anwesenheit festzustellen. Es ist daher wahrscheinlich, daß er, wie andere Vogtländer Prag oder Cremona usw., Wien angegeben hat, ohne je dort gewesen zu sein. Sein Lack war dunkelbraun, die Arbeit gewöhnlich, Schnecke und F-Löcher unschön. Er verwendete auch die Brandmarke * G. * A * G *, die vielleicht schon sein Vater gebraucht hatte. (Nr. 23.)
3Geigenzettel: Georg Adam Gütter / Violinmacher in Wien. 1791. (gedruckt).
5Gütter, Gustav Anton. — Geb. 30. Febr. 1856, † 8. Mai 1896
6Gütter, Heinrich, ist seit 1896 in Breslau ansässig
8Gütter, Johann. — Geb. um 1690, † nach 1751
9Er wurde am 28. Dezember 1712 Meister, nachdem ihm auf Fürsprache des Landesherrn die Wanderjahre erlassen waren. Er galt als tüchtiger Geigenmacher und war mindestens von 1743—1751 Vormeister der Neukirchener Zunft. Sein Sohn war:
11Gütter, Johann Adam. — Geb. um 1726, † um 1760
12Sohn von Joh. G. Er diente lange bei der Miliz und bewarb sich ziemlich gleichzeitig mit dem wohl beim gleichen Regiment dienenden Chr. Gotthilf Fischer um die Aufnahme in die Zunft. In Anbetracht seines Soldatenstandes wurde ihm die Gebühr für einen Meisterssohn auf die Hälfte ermäßigt und er am 5. Juni als Meister aufgenommen, nachdem sein Hauptmann sein Einverständnis ausgesprochen hatte.
14Gütter, Johann Georg I. — Geb. 6. Jan. 1759, † 25. März 1829
15Sohn von Georg Adam II. G. Einer der besten Geigenmacher aus seiner Familie. Er soll um 1799 auch in Erfurt gearbeitet haben.
16Geigenzettel: Abb. 317.
18Gütter, Johann Georg II. — Geb. 24. Febr. 1781, † 12. Juni 1820
19Sohn von Carl Friedrich G.
21Gütter, Johann Gottlob. — Geb. 18. Juli 1766, † 26. Jan. 1845
22Geigenzettel: Johann Gottlob Guetter / Violinmacher in Neukirchen bey / Adorf im Voigtlande 1797. (gedruckt).
24Gütter, Johann Heinrich. — Geb. 20. Okt. 1800, † in Amerika
25Einer der Begründer des vogtländischen Exports nach Amerika.
27Gütter, Moritz. — Geb. 1857
28Er arbeitete bei Bausch in Leipzig, Eritzoe und Diehl, ging nach Warschau und von da nach London. Auf der Heimreise starb er 1883 in Oberhausen a. Rh.
30Gütter, Richard Moritz. — Geb. 16. Febr. 1840
31Er ging in jungen Jahren nach Amerika und starb in New York.
33Gütter, Wilhelm Ernst. — Geb. 1840, † 7. März 1897
34War hauptsächlich Bogenmacher.
36Gütter, Julius. — Philadelphia. Geb. 30. Sept. 1872 in Markneukirchen
37Sohn des Stegfabrikanten Adolph G., Schüler seines Schwagers Wilh. Ernst Martin, arbeitete dann bei J. Glass in Leipzig und Holm Viertel in Aachen und ging, 20 Jahre alt, nach Amerika, wo er zunächst bei Albin Voigt in Philadelphia tätig war und sich dann 1893 selbständig machte. Seine angeborene Begabung, seine gute Schule und sein Fleiß ließen ihn schnell zu einem trefflichen Meister heranreifen. Besonderes Geschick entwickelte er im Verbessern des Tons alter Geigen. Er arbeitet nach Stradivari und verwendet einen sehr guten Öllack von rötlicher oder hellbrauner Farbe. Seine aus bestem alten Holz gebauten Geigen tragen als Brandmarke seinen Namen.
39Güttler (Güttler), Franz X. — Wien. Geb. 1857
40Schüler von C. Schmidt in Wien, bei dem er von seinem dreizehnten bis zu seinem neunzehnten Jahre blieb. Er arbeitete dann als Gehilfe bei verschiedenen Geigenmachern und ließ sich nach Beendigung seiner Militärzeit 1889 in Wien nieder, wo er seine eigene Werkstatt eröffnete. Er ist namentlich ein sehr guter, fleißiger Reparateur.
42Güttler (Gürtler), Johann Michael. — Breslau. 1709
43Ein wahrscheinlich aus Füssen stammender Meister. Baron sagt von ihm: »Die Breslauer Lautten sind auch nicht zu verachten und hat daselbst … Joh. Mich. Güttler aber meist auf einen starken Thon gesehen«. In der fürstlich Lobkowitzschen Sammlung auf Schloß Raudnitz befindet sich eine schlecht erhaltene Laute von ihm mit dem Zettel: Johann Michaël Güttler / Lauten- und Geigenmacher / in Breslau anno 1709 (gedruckt).
45Gufler, Rochus. — Brixen a. E. 1679
46Wie Dr. Fr. Waldner in seinen Nachrichten über tirolische Lauten- und Geigenmacher, S. 54, mitteilt, besitzt Advokat Dr. Jos. Hell in Glurns eine Viola mit großem Ton von eigenartiger Klangfarbe. Die F-Löcher stehen nahe beisammen, die Arbeit ist nicht sehr kunstvoll.
47Geigenzettel: Rochus Gufler / zu Brixen an. 1679. (geschrieben auf Pergament).
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