Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 285

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

48 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 281. See the scan on archive.org.

1Lambert, Dominique-François. — Mirecourt.
21772. † 10. Dez. 1785
3Sohn des Tischlers François L. in Nancy. Nach A. Jacquot hatte er, und nicht Jean Nicolas L., wie Fétis irrig berichtete, den Spitznamen »Charpentier de la Lutherie«.
5Lambert, Jean-Nicolas. — Paris. 1731. † vor 1761
6Ein vielseitiger Lauten- und Geigenmacher, der auch Zithern, Bauernleieren (Viellen) und Sackpfeifen gemacht hat. Er wohnte bis 1745 in der Rue Michelle-Comte und war geschworener Zunftmeister für das Jahr 1745. Noch bis zum Jahre 1788 hat seine Witwe das Geschäft fortgeführt. Seine Violen haben meist glatten Boden und sind gut gemacht; besser noch sind aber seine Liebesgeigen. Außer seinem Zettel verwendete er auch oftmals folgende Brandmarke »Lambert à Paris«, die er an verschiedenen Stellen, gewöhnlich aber am Boden unter dem Halsansatz anbrachte. Ein Alto von sehr schöner Arbeit war in der Sammlung Snoeck. Das Museum des Pariser Konservatoriums besitzt ein Violoncello und eine hübsche Bauernleier, eine ebenso solche das Historische Museum in Stockholm, Berlin eine Zither und Loup eine Gitarre von 1734. Eine mit Ebenholz und Elfenbein eingelegte Bauernleier in Lautenform besaß C. C. Snoeck. Eine in der Werkstatt der Witwe im Jahre 1783 angefertigte Violine mit dem Zettel: »Lambert / à Paris 1783« bewahrt die Musikinstrumentensammlung des Bachhauses in Eisenach.
7Geigenzettel: Abb. 475.
9Lambert, Jonathan. — Norwich. 1751
10Mittelmäßiger Geigenmacher. Seine Arbeiten sind gewöhnlich in der Form, haben häßliche, weit offene F-Löcher, eine schwerfällige, unfeine Schnecke und hellgelben Lack.
11Geigenzettel: Made and sold by Jonathan / Lambert Instrumentmaker near / the Dukes Palace in St. Johns Madder Market Norwich 1751 (gedruckt).
13Lambert. — Val d’Ajol. 18. und 19. Jahrh.
14Name einer vogesischen Familie, von der mehrere Mitglieder als Instrumentenmacher tätig waren, so um die Wende des 18. zum 19. Jahrhundert ein A. Lambert-Feuillée. Sie machten hauptsächlich Zymbeln, Scheitholte (Epinettes de Vosges) und andere in ihrer Gegend beliebte Instrumente.
16Lamblin (Lambin). — Gent. 1795. 1830
17Hauptsächlich als Reparateur und Gitarren- und Lautenmacher bekannt. Snoeck besaß verschiedene Gitarren von ihm. Er war auch wahrscheinlich der Verfertiger eines Stegs, den das Pariser Konservatorium besitzt.
19Laminit (Lamenit), Peter. — Augsburg
20Wird in den Jahren 1480, 1483 und 1484 ausdrücklich als Lautenmacher in den Augsburger Steuerregistern erwähnt.
22Lamy, Alfred-Joseph. — Paris. Geb. 8. Sept. 1850 in Mirecourt
23Einer der besten französischen Bogenmacher unserer Zeit. Er trat 1862 bei Ch. Cl. Husson in die Lehre, den er 1868 verließ, um bei Gautrot in Chateau-Thierry zu arbeiten. Von 1866—1877 arbeitete er mit Jos. Voirin bei Gautrot in Château-Thierry und von 1877 bis 1885 bei Franc. Nic. Voirin, den er als seinen eigentlichen Lehrer betrachtet. Nach dem Tode Voirins machte er sich in der Rue Poissonière Nr. 24 selbständig. Seine Bogen tragen untenstehende Brandmarke. Er erhielt 1889 eine silberne und 1900 auf der Pariser Weltausstellung eine goldene Medaille.
24Brandmarke: A Lamy / à Paris.
26Lamy, Jules. — Paris. Geb. 22. Febr. 1853
27Er stammt aus Mirecourt, war Schüler von Hyppolyte Charotte, arbeitete lange bei Thibouville-Lamy und ließ sich als Geigenmacher in Paris nieder. Er ist ein Schwiegersohn des Mirecourter Bogenmachers Joseph Gaudet.
29Lancelotti, Ottavio, ein Baßmacher, der noch um 1880 in Barigazzo (Modena) lebte
31Lancilotto, Jacopino d. J. — Modena. Geb. um 1507, † um 1551
32Sohn eines Adeligen, Tommaso de’ Bianchi, genannt de’ Lancilotti, und Enkel Jacopinos des Älteren. Ein echtes Kind seiner Zeit: Er war Notar, Theologe, Astrologe, Dichter, Kalligraph, Maler, Musiker usw., sprach fertig Lateinisch und Griechisch und verfertigte Musikinstrumente und zwar wahrscheinlich Lauten und Geigen. Erhalten haben sich jedoch keine bis auf unsere Tage.
34Lancio, Bernard. — Mirecourt. 1788
35Dem Namen nach wohl ein Italiener, der sich in Mirecourt niedergelassen hat.
37Landauer, Sebastian. — Nürnberg. 1582
38Ein bisher nicht bekannter Lautenmacher, von dem man nur weiß, daß er für die Stuttgarter Hofkapelle Saiten lieferte.
40Landi, Pietro. — Siena. 1774
41Nach einer Geige zu urteilen, die seinen Namen trug, gehört er zu den Meistern dritten Ranges.
43Landino, Francesco, gen. Il Cieco. — Florenz. 1325. 1397
44Ein Lautenmacher, der sich später, nachdem er erblindet war, auf den Orgelbau verlegte und dann den Beinamen »Degli Horgani« erhielt.
46Landolfi, Carlo Ferdinando. — Mailand. 1734. 1787
47Weil viele seiner Geigen, namentlich die seiner ersten Zeit, nach Josef Guarneri gemacht sind, hat man ihn zu einem Schüler dieses Meisters gemacht. Wollte man nach seinen Violoncelli urteilen, müßte man ihn eher für einen Schüler von Pietro Guarneri halten. Landolfi

Makers on this page

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.