Scan 320
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
49 lines. Read by computer on 3 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 316. See the scan on archive.org.
1Marchetti, Abbondio. — Mailand. 1815. 1840
2Er hat nur wenige Geigen gemacht; diese aber sind sowohl in der Arbeit als im Holz gut, haben sehr schönen, braunroten Lack und prächtigen Ton.
3Geigenzettel: Marchetti-Abbondio / Fece in Milano l’anno 1816 (gedruckt).
5Marchetti, Enrico. — Turin. 1884. 1894
6Ein besserer Meister aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, der u. a. 1885 eine silberne Medaille in Antwerpen erhalten hat.
8Marchetti, Vittorio. — Turin. 1894
9Wahrscheinlich ein Sohn von Enrico M., dem er in der Arbeit nahesteht.
11Marchi, Gian Antonio. — Bologna. 1660. 1726
12Seine Arbeit erinnert manchmal an die A. Gaglianis. Sein Modell ist eigenartig gewölbt, das Holz recht gut und der Lack von dunkelgoldgelber oder rötlichbrauner Farbe. Die Schnecke ist kräftig geschwungen, und der Ton seiner Geigen, namentlich seiner Violoncelli, breit und voll. Es scheint übrigens auch im 18. Jahrhundert ein gleichnamiger Meister gelebt zu haben, denn es gibt gleichlautende Zettel, die Jahreszahlen bis 1794 aufweisen. Die Zettel sind mit und ohne Rand einfassung. Die Geigen dieses jüngeren Marchi, im allgemeinen sauber gearbeitet, zeigen kein schönes Modell und haben mittlere Wölbung, an Stainer erinnernde F-Löcher und lange Mittelbügel.
13Geigenzettel: Abb. 532 und 535.
15Marck, Johann Joachim. — Hamburg. 1797
16Ein Instrumentenmacher, der am 12. Mai 1797 Bürger wurde.
18Marco-Antonio (?). — Venedig. (1700 (?)
19Vidal gibt diesen Namen als den eines venetianischen Geigenmachers. Offenbar handelt es sich da nur um die Taufnamen eines solchen, wahrscheinlich also um Marco Antonio Novello.
21Marconcini, Gaetano. — Ferrara. 1830
22Sohn von Luigi M., aber nur ein mittelmäßiger Geigenmacher.
24Marconcini, Giuseppe. — Ferrara. Geb. um 1774, † 17. Jan. 1841
25Sohn von Luigi M., Schüler von Storioni. Seine besseren Geigen erinnern an die seines Lehrers; auch sein rötlicher Lack ist für seine Zeit noch gut zu nennen. Seine Biographie veröffentlichte Filippo Zaffarini, ein Freund Paganinis und selbst ein guter Geiger.
27Marconcini, Luigi (Aloisio). — Bologna, Ferrara. 1760. 1791
28Schüler des Omobono Stradivari. Er hat anfangs in Bologna gearbeitet, bevor er sich in Ferrara niederließ. Ein Archiliuto von ihm besitzt das Musikhistorische Museum von W. Heyer in Köln. Seine Geigen sind recht gut, namentlich aber seine Violen. Eine gute Geige von ihm aus dem Jahre 1791 besitzt Dr. Küspert in Hof. Eine kleine Viola d’amore von sehr sauberer Arbeit befand sich 1895 in Wiener Privatbesitz. Einen Kontrabass von 1768 besaß noch im Jahre 1820 das Mannheimer Theaterorchester. In einer zehnsaitigen Viola d’amore findet sich der folgende Zettel: Aloysius Marconcini / Ferrariensi de Ferrara / anno 1770. (gedruckt).
30Marconi?, Luigi. — Ferrara. 1768
31Im Verzeichnis der Mannheimer Hoftheaterorchesternstrumente vom Jahre 1820 wird ein Baß von Luigi Marconi in Ferrara erwähnt. Es liegt hier wahrscheinlich ein Lesefehler vor, der dadurch veranlaßt wurde, daß in Mannheim ein Luigi Marconi als Kontrabassist von 1769—1788 im Hoforchester tätig war. Der Baß wird von Luigi Marconcini gebaut gewesen sein.
33Marconte, Charles Adolphe. — Mirecourt. 1840
34Ein Geigenmacher, der gerne Paris als den Ursprungsort seiner Arbeiten ausgab, die übrigens sehr gewöhnlich waren.
36Marcus, Joannes s. Grappello (Grapello)
37Mardon, J. — Exeter
38Er dürfte um die Mitte des 19. Jahrhunderts gelebt haben; seine Geigen sehen aus wie die Arbeiten eines begabten Liebhabers.
40Marechal (Mareschal, Marchal). — Paris. 1786. 1801
41Geigen von ihm dürften selten vorkommen, da er nur in seinen ersten Jahren solche machte; später war er hauptsächlich Gitarren-, Mandolinen- und Klaviermacher und ist dafür bekannt, daß er 1801 die Gitarre durch Hinzufügung einer sechsten Saite (mi) vervollkommnete. Er schrieb seinen Namen in stets wechselnder Rechtschreibung. Im Hohenzollernmuseum im Schlosse Monbijou (Luisenzimmer) wird eine Gitarre in Lyraform von Birken- und Tannenholz, mit Perlmutter eingelegt, aufbewahrt, mit der Inschrift: Marechal Luthier / à Paris. Seine Adresse gibt eine Theorbe in Berlin aus der Sammlung Snoeck Nr. 306: Mareschal luthier, rue Rameau, 11 / près l’Opera, à Paris. Eine Viola (Alto) in derselben Sammlung (Nr. 497) trägt den Zettel: Marchal à Paris 1786. Ob er mit dem Instrumentenmacher Marchal in Nancy, der durch seine tragbaren kleinen Orgeln 1) bekannt war, zusammenhängt, läßt sich nicht feststellen.
42Geigenzettel: Marechal Luthier / Facteur de Piano / Rue Neuve Le Peletier / près l’Opera No 2 / à Paris 179 … (gedruckt).
44Marengo-Rinaldi, Romano. — Turin. Geb. 20. Juni 1866 in Alba (Piemont)
45Sohn eines Kunsttischlers und kurze Zeit Schüler von Enrico Marchetti. Er war drei Jahre in Paris und London bei Geigenhändlern tätig, wo er sich seine
47(no line here) one of two readings
481) Erfunden von dem Modeneser Barbéri.
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- Marconcini, Luigi (Aloisio)
- Marconi?, Luigi
- Marconte, Charles Adolphe
- Marengo-Rinaldi, Romano
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