Scan 324
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1furt a. M., Hamburg, Leipzig und Dresden usw. und ließ sich 1893 in Milwaukee als Geigenmacher nieder. Er ahmt italienische Meister nach und verwendet einen Spirituslack, den er mit ätherischen Ölen und weichen Harzen ansetzt.
2Geigenzettel: Made by Otto Oswald Martin / Milwaukee, Wis., July 1901 (gedruckt).
4Martin, Wilhelm Ernst. — Markneukirchen.
5Geb. 14. Dez. 1862, † 6. Dez. 1907
6Schüler von Ernst Gläsel; sowohl als Geigenmacher wie als Bogenmacher gut vorgebildet eröffnete er 1883 seine eigene Werkstatt. Er arbeitete mit großer Sorgfalt nach italienischen Vorbildern, verstand sich sehr gut auf das Lackieren und eroberte sich bald einen großen Kundenkreis, namentlich in Nordamerika, wo noch heute die »Ernst Martin-Geigen« sehr geschätzt werden. Wertvolles hat er namentlich in seinen Kopien nach Lupot geschaffen. Seine beiden Söhne Ernst Otto M. und Max Alfred M. erzog er gleichfalls zu tüchtigen Geigenbauern und zu seinen würdigen Nachfolgern.
8Martin. — London. 1790. 1800
9Er wohnte Hermitage Bridge, Wapping. Seine Geigen, die übrigens selten vorkommen, unterscheiden sich so sehr von den englischen Arbeiten seiner Zeit, daß man ihn wohl mit Recht für einen Eingewanderten hält.
11Martinelli, gen. Il Gobbo. — Modena
12Ein Instrumentenmacher des 17. Jahrhunderts, der außer Bässen auch Clavizimbeln und Klaviere machte.
14Martinez, Alonso. — (Malaga?)
15Ein Geigenmacher, den Valdrighi (3545) aufzählt, ohne Ort und Jahr anzugeben.
17Martinez, José. — Malaga. 1825
18Hauptsächlich Gitarren- und Mandolinenmacher. Seine Instrumente zeichnen sich durch gutes Rosenholz und schöne Einlagen aus.
20Martini, Giovanni Simone. — Todi. 1608
21Ein wenig bekannter Lautenmacher des 17. Jahrhunderts.
23Martini, Johann Friedrich. — Lobeda. Um 1830
24Er soll ein Schüler von J. A. Otto gewesen sein. Eine Gitarre (Nr. 15) von ihm besitzt das Bachhaus in Eisenach.
25Geigenzettel: Johann Friedrich Martini / Instrumentenmacher zu Lobeda / bey Jena (gedruckt).
27Martini, Leop., war im 19. Jahrhundert in Calliano (Tirol) ansässig
29Martini, Luigi. — Florenz. 1680 (?)
30Vielleicht ein Sohn von Giov. Sim. M. Eine reich-eingelegte Mandola mit kunstvoller Rose von trefflicher Arbeit in der Berliner staatl. Sammlung alter Musikinstrumente (Nr. 733) trägt seinen Namen.
32Martschenko, W. I, ein ukrainischer Geigenmacher, der in Poltawa lebt und auf der Ausstellung in Nižnij-Novgorod eine Medaille erhielt
34Martyniuk, Vasyl. — Ostapie (bei Skalat, Galizien)
35Ein ruthenischer Streichinstrumentenmacher aus dem letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts, der u. a. 1894 in Lemberg eine podolische Violine ausgestellt hatte.
37Marverti, A. — Modena. 1834
38Mittelmäßiger Geigenmacher aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, der nur billige Geigen von recht gewöhnlicher Arbeit hergestellt hat.
40Marx, Justus. — Kassel. Geb. 28. Dez. 1869 in Kassel
41Von 1885—1888 Schüler von H. Reinhold. Er ging zu seiner weiteren Ausbildung noch auf drei Jahre nach Schönbach und Markneukirchen und eröffnete im August 1891 seine eigene Werkstatt.
42Geigenzettel: Justus Marx Geigenmacher / Faciebat. Cassel (gedruckt).
44Maschauer, Martin, ist in Watzkenreuth bei Fleissen tätig
46Mascotti (Mascoto), Giuseppe. — Rovere. 1637
47Wahrscheinlich identisch mit Mafeotto, s. d. In einer Chitarrone findet sich der folgende Zettel: »Giuseppe Mascotti / da Rovere fecit anno 1637 (gedruckt).
49Mascut, Joh. Jos. — Prag. 1787
50Wohl schlecht gelesen für Muschl, s. d. (Ein »Mascut« ist nicht nachzuweisen).
52Maseneer, Jean de. — Brüssel. 17.—18. Jahrhundert
53Er machte Pochetten und Geigen; seine Zettel sind, soweit mir bekannt, alle ohne Datum.
55Masgontier, Jacques. — Saragossa. 1806
56Ein in Spanien ansässiger Franzose, der aber dort nur gewöhnliche Arbeiten ausführte.
57Geigenzettel: Jacobus Masgontier / Gallicanus reædificat in / Cesar Augusta 1806 (gedruckt).
59Mason. — London. 1775
60Ein englischer Dichter, der auch als Erfinder eines Streichklaviers oder Violinpianos bekannt geworden ist.
62Massai, Giuseppe. — ? 1800
63Eine Laute in W. Heyers Musikhistorischem Museum in Köln (Nr. 508) aus Florenz trägt einen Reparaturzettel mit diesem Namen ohne Ortsangabe.
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