Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 335

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

42 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 331. See the scan on archive.org.

1Mennégand, Charles. — Amsterdam, Paris.
2Geb. in Nancy 19. Juni 1822, † 9. Jan. 1885 in Villers-Cotterets
3Erhielt seine Ausbildung in Mirecourt, kam 1840 nach Paris, trat als Gehilfe bei Rambaux ein und blieb bei diesem geschickten Meister fünf Jahre lang und eignete sich hier seine außergewöhnliche Geschicklichkeit in der Reparatur alter Instrumente an. Er nannte sich daher, im Anfange seiner Selbständigkeit, auf seinen Zetteln gerne »Elève de Rambaux«. Nachdem er von 1851—1852 noch bei Maucotel gearbeitet, ging er nach Amsterdam, um seine eigene Werkstatt zu eröffnen. Er arbeitete hier sehr fleißig, machte viele Violinen, Violen und Violoncelli, ging aber 1857 nach Paris zurück und wohnte Rue de Trévise Nr. 26. Hier machte er fast nur Violoncelli, die sehr gesucht sind. Auf der Pariser Ausstellung 1867 erhielt er eine Medaille.
4Geigenzettel: Abb. 516.
6Mennesson, Jean Emile (pseud. Josef Guarini).
7— Reims. Geb. 15. Mai 1842 in Reims
8Im Jahre 1865 begann er als Klaviermacher und Musikalienhändler; seine Neigung und sein Talent führten ihn aber mehr und mehr zum Geigenmachen, dem er sich seit 1874 vollständig widmete. Er arbeitete bei Mennégand und Deroux und dann von 1876—1880 in Mirecourt und hat zahlreiche Kopien nach der Messiasgeige Stradivaris angefertigt. Er begründete in Reims eine Geigenmacherwerkstatt, läßt schönes altes Holz verarbeiten und verwendet besondere Sorgfalt auf die Lackierung, wobei er die Ergebnisse der chemischen Versuche Gerys sich zunutze macht. Er ist der Erfinder der »Molliphone« usw. und besitzt 19 Diplome und Medaillen. L. S. Fanart veröffentlichte ein in der National-Akademie zu Reims 1876 verlesenes ausführliches Gutachten über Mennesson. — Er klebt in seine billigen Geigen Zettel mit dem Pseudonym »Joseph Guarini« und führt das Ladenschild »à Ste Cécile«. Die Firma lautet jetzt: Emile Mennesson & Fils, successeurs.
9Geigenzettel: EM. Joseph Guarini fecit (A) / Anno1881 No 1565 / Emile Mennesson, à Reims (Marne) / Seul concessionnaire pour la France et l’Etranger / déposé (gedruckt) und Abb. 523.
11Menticasiae. — Mailand. 1815
12Der folgende Reparaturzettel gehört wahrscheinlich einem Mitglied der Familie Mantegazza, vielleicht Francesco, an, oder ist einfach eine Fälschung.
13Geigenzettel: Abb. 515.
15Mentiply, Andrew A. — Ladybank. Geb. 1. Nov. 1858 in Burnside
16Ein Eisenbahnbeamter, der sich in seinen freien Stunden mit dem Geigenmachen beschäftigt und über 60 neue Violinen und viele Bogen gemacht hat. Er hat ein eigenes Modell und bereitet sich auch den Öllack selbst. Seine F-Löcher zeigen die Endpunkte statt kreisrund in ovaler Form.
17Geigenzettel: Andrew Mentiply / Ladybank, Fife. / (Datum) (geschrieben).
19Menzies, John. — Falkirk. 1820. 1831
20Ein geschickter, schottischer Geigenmacher, der das große Stradivariomodell nachahmte. Sein Lack ist dunkelbraun und scheint Öllack gewesen zu sein. Seine Violinen sind übrigens stark dem Wurmfraß ausgesetzt.
21Geigenzettel: John Menzies / Maker / 1831 (geschr.).
23Menzinger, Gustav. — Frankfurt a. M.
24Geboren am 19. August 1867 in Insterburg als Sohn eines Österreicher, kam er 1882 zu seinem Oheim Adolf Schrader in die Lehre und 1887 als Gehilfe zu Heidegger nach Linz a. D., wo er sich auch als Militärpflichtiger stellen mußte. Er kam dann zu A. Riechers nach Berlin, den er nur verließ, um Soldat zu werden, aber schon nach wenigen Tagen wurde er als überzählig entlassen, ging nach Wien zu Hamberger und von da zu Amberger nach München, von wo er sehr bald von Riechers nach Berlin zurückberufen wurde, den er als seinen eigentlichen Lehrer betrachten darf. Nachdem er noch bei Kannich in Warschau gearbeitet, trat er, um sich weiter zu vervollkommnen, in die Geigenmacherschule von Schünemann in Schwerin ein und kam 1892 nach Homburg v. d. H. zu L. Noebe, bei dem er bis 1903 blieb, in welchem Jahre er sich im Oktober zu Frankfurt a. M. selbständig machte. Er gilt als sehr geschickter, erfahrener Geigenmacher und sorgfältiger Reparateur.
25Geigenzettel: Gustav Menzinger Frankfurt a. M. Anno 1910 No 56 [rechts und links Initialen und Kreuz im Kreis].
27Mercier, A. — Paris. 1875
28Ein Reparateur, der auch einen kleinen Geigenhandel betrieb.
30Merciolle, Jules. — Paris. Geb. 20. Juni 1881 in Mirecourt
31Schüler von Grillon. Als Gehilfe arbeitete er erst in seiner Vaterstadt, ging dann nach Paris, kam 1899 zu G. Bernardel und blieb auch bei Caressa & Français bis 1911. Seitdem hat er sich selbständig gemacht.
33Meren, Antonius. — ? 1712
34Withers in London besitzt eine eigenartige Geige mit diesem Namen und der Bezeichnung »discipulus Stainer«.
36Mergenthal, Roman, hat in Wien eine Werkstatt und beschäftigt sich auch mit der Reparatur von Streichinstrumenten, ist aber nicht Mitglied des Geigenmacherverbandes
38Meriels, ließ sich als »Luthier« in Bayeux nieder; die Firma lautet jetzt »Meriels fils«
40Merighi, A. — Mailand. 1800
41In einer mittelmäßigen Mandoline fand sich dieser (schlecht leserliche) Name, — vielleicht ein Sohn von Pietro M. in Parma?

Makers on this page

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.